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Zusammenarbeit mit den Bundesländern


Gute Beziehungen mit der Bundesrepublik Deutschland gehören zu einer der Prioritäten der estnischen Außenpolitik. Das Hauptgewicht der Beziehungen wird immer mehr auf die regionale Zusammenarbeit verlagert.

Die Beziehungen zwischen 
Schleswig-Holstein und Estland und haben bereits vor ein paar Jahrzehnten einen Anlauf genommen, und sie verbindet heute ein dichtes, Tag für Tag enger werdendes Geflecht von Beziehungen auf allen Ebenen, so in der Politik, Wirtschaft, Verwaltung, Kultur und Bildung wie auch im Sport. Estnische  Städte und Kommunen unterhalten Beziehungen mit etwa 20 Regionen des Bundeslandes Schleswig-Holstein. Bereits 1972 schlossen Tallinn und die Landeshauptstadt Kiel eine Städtefreundschaft, die 1992 nach der Wiedererlangunge der Unabhängigkeit Estlands in neuer Form unterzeichnet wurde und bis heute gepflegt wird. Im April 2011 zum Beispiel begangen die Gemeinde Tarp und die Stadt Otepää das 20. Jubiläum ihrer Partnerschaft. Ferner bestehen partnerschaftliche Beziehungen zwischen den Schulen und Kirchengemeinden. Dutzende estnische Studenten studieren an den Universitäten Schleswig-Holsteins, insbesondere in Kiel. Regelmäßig besucht eine Delegation aus Tallinn die Landeshauptstadt Kiel anlässlich der Kieler Woche und des Internationalen Städteforums.

Seit 1992 verbindet das Bundesland eine enge Kooperation mit dem estnischen Landwirtschaftsministerium. Im September 1995 wurde in Tallinn das Büro des Bundeslandes Schleswig-Holstein eröffnet,  das die Interessen des Bundeslandes in Estland vertritt. Auf der Grundlage der Partnerschaft zwischen den Industrie- und Handelskammern Tallinn und Kiel wurde die Repräsentanz der Deutschen Wirtschaft in Estland gegründet, die als heutige Deutsch-Baltische Handelskammer nicht mehr aus Estland wegzudenken ist.

Als estnischer Honorarkonsul vertritt seit November 2010 Herr Klaus-Hinrich Vater, Kieler IT-Unternehmer und Präsident der IHK zu Kiel die Interessen der Republik Estland im Bundesland Schleswig-Holstein. Das Büro des Honorarkonsuls befindet sich in den Räumen der IHK zu Kiel in der Kieler Innenstadt.

Schleswig-Holstein und Estland wollen ihre Zusammenarbeit insbesondere im Wissenschafts- und Hochschulbereich weiter ausbauen. Im Rahmen seines Staatsbesuches in Deutschland im Mai 2015 besuchte der estnische Präsident Toomas Hendrik Ilves Kiel und sprach mit Ministerpräsident Albig über den weiteren Ausbau der Beziehungen zwischen den beiden Ländern. Präsident Ilves besuchte in Kiel zunächst das Zentrum für Molekulare Biowissenschaften der Christian-Albrechts-Universität (CAU) und das Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung.

Die Beziehungen zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Estland nahmen ihren Anlauf in den 70er-Jahren, als die Partnerschaft zwischen Schwerin und Tallinn sowie dem Landkreis Parchim und dem Landkreis Valga geknüpft wurde. Darüber hinaus sind auf kommunaler Ebene weitere partnerschaftliche Beziehungen entstanden.


Für die Zusammenarbeit im Bereich der Landwirtschaft wurde 1999 ein Grundstein gelegt, und heute bestehen auch hier vielfältige Kontakte. Im Bereich der Umwelt bestehen ebenfalls langjährige fruchtbare Beziehungen, so zum Beispiel  unterzeichneten im März 2002 die Umweltminister beider Länder eine gemeinsame Erklärung über die Zusammenarbeit im Bereich Umwelt und Naturschutz. Das erste Ergebnis der gemeinsamen Tätigkeit war die Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Naturschutzes zwischen den Naturparks Vilsandi und Rügen.

 

Der Honorarkonsul für Mecklenburg-Vorpommern mit Sitz in Schwerin ist Herr Rechtsanwalt Jens O. Leisse. Zur feierlichen Eröffnung des Honorarkonsulats in Schwerin fand am 13. Mai 2015 in Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer zu Schwerin ein Wirtschaftsforum für interessierte hiesige Unternehmen statt.

Mit dem Länderschwerpunkt „Estland“ feierte das Usedomer Musikfestival vom 21.9. bis 12.10.2013 sein 20. Jubiläum. Zu Gast waren neben der bekannten estnischen Dirigenten-dynastie - Neeme, Paavo und Kristjan Järvi auch
das Ensemble Hortus Musicus, die Flötistin Maarika Järvi, der Oboist Kalev Kuljus und der Fagottist Martin Kuuskmann, der Jazzpianist Rein Rannap sowie der Estnische Philharmonische Kammerchor, der Estnische Nationale Männerchor und das Ensemble Vox Clamantis wie die Gruppe Resonabilis. Die Musikpalette reichte von mittelalterlicher über romantisch-sinfonische bis hin zu der Musik der bekannten estnischen Gegenwartskomponisten: Arvo Pärt, Peeter Vähi und Erkki-Sven Tüür. Darüber hinaus erlebten die Festivalgäste die Ausstellungen der estnischen Künstlerin Mare Vint sowie des Malers Margus Meinart.

In den letzten zwei Jahren befanden sich im Programm des Kulturfestivals Nordischer Klang in der Hansestadt Greifswald neben den Konzerten der estnischen Musiker und Musikerinnen (Sängerin Iiris, der Chor
Sõsarõ und die Andres Mustonen Art Jazz Quartett) auch weitere Estland-bezogene Veranstaltungen. 2014 eröffnete die Botschafterin Dr. Kaja Tael die Ausstellung „To be Estonian" der Künstlerin Anu Hint und trug sich in das Goldene Buch der Stadt ein. Ferner  hielt sie ein Grußwort bei der Veranstaltung  Estnische Sprache im Kontext“ im Institut für Fennistik und Skandinavistik der Universität Greifswald, die seit 1992 eine Partnerschaft mit der Universität Tartu unterhält.

2002-2015 fand in Heringsdorf auf der Insel Usedom die Mode-Veranstaltungsreihe Usedom Baltic Fashion statt, an der auch junge estnische Modedesigner ihre Kollektionen präsentiert haben.

Vom 6. bis 9. August 2015 findet in Rostock das maritime Volksfest Hanse Sail statt. Estland als Partnerland der 25. Hanse Sail präsentiert den Haikutter Jenny Kruse, maritimen Handwerk und landestypische Speisen. Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung tritt das estnische Jazztrio „Sooäär-Vaigla-Ruben“ auf und auf dem Hanse Sail Business Forum gibt die Botschafterin Dr. Kaja Tael einen Einblick in die estnische Erfolgsgeschichte im Bereich der Digitalisierung.

Zwischen dem Bundesland Baden-Württemberg und Estland bestehen Berührungspunkte in etlichen Bereichen und auf allen Ebenen. Der estnische Honorarkonsul in Baden-Württemberg, Senator h.c. Helmut Aurenz, trägt intensiv zur Pflege des Netzwerks zwischen den beiden Ländern bei. Estnische Unternehmer haben an den von den Handels- und Wirtschaftskammern Baden-Württembergs veranstalteten Wirtschafts-Informationstagen teilgenommen.

Den Höhepunkt der Beziehungen zwischen Estland und Baden-Württemberg bildete der Besuch des Ministerpräsidenten Andrus Ansip und seiner Wirtschaftsdelegation, die sich aus Unternehmern der Branche Erneuerbare Energien und Energietechnologie zusammensetzte, im Juli 2009 in Stuttgart. Zudem fand im Rahmen des Besuchs ein Wirtschaftsforum statt, auf dem sich die badenwürttembergischen Unternehmen über die Investitionsmöglichkeiten in Estland informieren konnten.

Eine gute Zusammenarbeit verbindet die baden-württembergischen und estnischen Hochschulen – die Universitäten Konstanz und Tartu; die Estnische Kunstakademie und die Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart sowie die Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe; die Estnische Musikakademie und die Staatliche Hochschule für Musik Karlsruhe sowie die Pädagogische
Hochschule Heidelberg.

Die Beziehungen zwischen der Hansestadt Hamburg und Estland gehen auf den mittelalterlichen Städtebund der Hanse zurück. Ein Beweis für die historische Verbundenheit ist das Wappen von Tallinn (ehemals Reval), das das Rathaus von Hamburg schmückt. Auch heute sind Hamburg und Estland durch gemeinsame Interessen an einer engen Kooperation im Ostseeraum verbunden. Die Vertretung der Wirtschaftsförderung Estlands (Enterprise Estonia) in Hamburg trägt aktiv zur bilateralen Kooperation bei. Der Honorarkonsul Dr. Ulf-E. Lange vertritt ebenfalls die Interessen Estlands in Hamburg, wobei er als erster estnischer Honorarkonsul in Deutschland bereits 1993 dieses Ehrenamt übernahm.

Als eines der wichtigsten Kooperationsprojekte zwischen Estland und Hamburg kann die Schaffung von Freihandelszonen (Freihäfen) in estnischen Häfen bezeichnet werden. Estnische Unternehmer nehmen an den traditionellen Messen in Hamburg wie der Internationalen Schiffbau-Messe SMM und der Internationalen Bootsausstellung Hanseboot teil. In der letzten Zeit interessieren sich die Esten in zunehmendem Maße für die Windenergie-Messe wie auch für die Tourismusmesse Reisen Hamburg. Das Unternehmen AS Tallinna Sadam hat sich auf der alle zwei Jahre stattfindenden Kreuzfahrtmesse Seatrade Europe präsentiert.

Das Baltic Sea Forum (ehemals Pro Baltica Forum), das in Hamburg tätig ist, zielt seit seiner Gründung im Jahr 1992 darauf ab, die internationale wirtschaftliche, politische und kulturelle Kooperation zu fördern.

Die Beziehungen zwischen dem Freistaat Sachsen und Estland bestehen bereits seit Jahrhunderten. Im 18. Jahrhundert studierten einige Baltendeutsche an der Kunstakademie Dresden. Die dortigen Künstler wiederum gingen nach Nordeuropa; das bestätigen zahlreiche Gemälde und Kupferstiche, auf denen das damalige Estland festgehalten wurde. 

Die Zusammenarbeit im Bereich der Hochschulbildung zwischen den estnischen und sächsischen Universitäten ist seit Jahrzehnten sehr rege; so sind zum Beispiel viele estnische Ingenieure an den Universitäten in Dresden, Leipzig oder Chemnitz ausgebildet worden. Die Technische Universität Tallinn hat mehrere Kooperationsprojekte mit der Technischen Universität Dresden, vor allem auf dem Gebiet der Digitalelektronik sowie mit der Universität Chemnitz auf dem Gebiet der Energetik. Gegenwärtig unterhalten fünf estnische Hochschulen im Rahmen des Erasmus-Programms Partnerschaftsbeziehungen mit sächsischen Hochschulen.

Im kulturellen Bereich gibt es altbewährte und neue Berührungspunkte, so präsentieren sich  estnische Verlage bereits Jahre auf der Leipziger Buchmesse und estnische Filme werden auf dem jährlich stattfindenden Filmfest Dresden gezeigt. Besondere Erwähnung verdient die Zusammenarbeit zwischen Sachsen und Estland im Agrarbereich.

 

Zu einem mehrtägigen Besuch waren im Mai 2013 über 30 Abgeordnete der CDU-Fraktion des Sächsischen Landtages in Estland unterwegs. Zu den Höhepunkten des Besuchs gehörten Treffen mit dem estnischen Ministerpräsidenten Andrus Ansip und mit der Parlamentspräsidentin Ene Ergma.

 

Einen neuen Aufschwung bekamen die Beziehungen zwischen den beiden Ländern durch den Besuch des estnischen Ministerpräsidenten Taavi Rõivas bei seinem Amtskollegen Stanislaw Tillich im Juni 2014 in Leipzig. Die Ministerpräsidenten führten einen Arbeitsgespräch zu den Themen Wissenschaft, Energie, Verwaltung und Digitalisierung. Darüber hinaus unterzeichneten sie eine gemeinsame Erklärung zum Ausbau der bilateralen Beziehungen im Bereich der Digitalisierung.

Die Beziehungen zwischen Nordrhein-Westfalen und Estland gehen bis in die fernere Vergangenheit zurück. Die Familie von Glehn zum Beispiel, die nach dem Dreißigjährigen Krieg (1618-1646) nach Estland geflüchtet ist, stammt aus dem Rheinland. Das bekannteste Mitglied der Familie, Nikolai von Glehn, war der Erbauer eines Schlosses mit Parkanlage in Tallinn-Nõmme.

Im November 2009 traf Staatspräsident Toomas Hendrik Ilves mit dem Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen, Dr. Jürgen Rüttgers, in Düsseldorf zu einem Meinungsaustausch zusammen. Staatspräsident Ilves wurde bei seinem Besuch in Nordrhein-Westfalen von einer Wirtschaftsdelegation begleitet. Im Rahmen des Besuchs nahm der Staatspräsident zudem an der Amtseinführung des neuen estnischen Honorarkonsuls im Bundesland, Horst-Werner Maier-Hunke, seit 2004 Arbeitgeberpräsident in Nordrhein-Westfalen, teil.

Die wirtschaftliche Kooperation zwischen dem Freistaat Bayern und Estland hat einen neuen Aufschwung bekommen. 2003 war der estnische Ministerpräsident Juhan Parts zu Gast bei seinem bayerischen Amtskollegen Edmund Stoiber und eröffnete während seines Besuches das estnische Honorarkonsulat in München. Der deutsche Unternehmer Klaus Luft vertritt seit 2003 als estnischer Honorarkonsul die  Belange Estlands in Bayern.

In der Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern wurde im März 2008 zum ersten Mal der auf die baltischen Staaten, darunter Estland, ausgerichtete Wirtschaftstag veranstaltet. In den letzten Jahren konnte nunmehr das wachsende Interesse der bayerischen Unternehmen verzeichnet werden. Die bereits stattgefundenen Treffen haben eine gute Grundlage für die Vertiefung der Wirtschafts- und Geschäftsbeziehungen zwischen Bayern und Estland geschaffen. Im Januar 2011 traf der estnische Wirtschafts- und Kommunikationsminister Juhan Parts zu einem Gespräch mit Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil in München zusammen und besuchte ferner dortige Unternehmen.
Im November 2013 war Estland auf der Productronica-Messe in München mit einem Gemeinschaftsstand von sechs estnischen Unternehmen vertreten. Den Stand eröffnete die estnische Botschafterin Dr. Kaja Tael.

Am 27. Mai 2014 empfing Ministerpräsident Horst Seehofer den estnischen Ministerpräsidenten Taavi Rõivas zu einem Gespräch in der Staatskanzlei, um sich über den weiteren Ausbau der guten bilateralen Beziehungen auszutauschen. Zusammen mit einer Wirtschaftsdelegation führte Ministerpräsident Rõivas Gespräche mit Vertretern der bayerischen Wirtschaft (vbw), besuchte die IHK zu München und Oberbayern und die Unternehmen BMW AG und Munich Network e.V.

An den jährlich stattfindenden hochrangigen Münchner Sicherheitskonferenz hat im Laufe der Jahre neben den estnischen Außen- und Verteidigungsministern des Öfteren auch Staatspräsident Toomas Hendrik Ilves teilgenommen.

Die Zusammenarbeit auf dem kulturellen Gebiet zwischen dem Freistaat Bayern und Estland wird ebenfalls mit Erfolg gepflegt und vertieft. 

Bereits seit Jahren verbindet das Estnische Theater NO99 eine enge und fruchtbare Zusammenarbeit mit den
Münchner Kammerspielen. Im Mai und Juni 2011 wurden in München Luftbildaufnahmen von Endel Grensmann in der AusstellungLinnu Eesti – ein Vogelflug über Estland“ gezeigt. Im Oktober 2012 fand in Anwesenheit des estnischen Kulturministers Rein Lang und der Botschafterin Kaja Tael die deutsche Erstaufführung des Werkes von Arvo Pärt „Adam’s Lament“ in München statt. Unter dem Titel „Zart und Hart" präsentierten im November 2011 die Künstler und Künstlerinnen aus Estland: Nils Hint, Piret Hirv, Kristiina Laurits, Urmas Lüüs, Kadri Mälk, Eve Margus-Villems, Hans-Otto Ojaste, Villu Plink, Andrus Rumm, Risto Tali und Tanel Veenre ihren Schmuck in der Galerie Biró in München. Estnische Glasobjekte zeigten die Künstler und Künstlerinnen Piret Ellamaa, Eeva Käsper, Peeter Rudaš, Mare Saare, Maret Sarapu und Tiina Sarapu unter dem Titel „Mare Balticum – Hanse, Kunst und Meer“ in Zwiesel im Bayerischen Wald (August bis Oktober 2013).

Die ersten Estnischen Filmtage in München fanden 2011 statt. Die estnische Hauptstadt Tallinn war damals Kulturhauptstadt Europas - ein willkommener Anlass, die Geschichte und Kultur des Landes durch das Auge der Kamera zu präsentieren. Die Filmtage, die 2015 bereits zum dritten Mal in der Münchner Stadtbibliothek organisiert wurden, veranstaltet die Deutsch-Estnische Gemeinschaft in München, die bereits 2007 auch die Estnische Schule in München auf den Weg gebracht hat.

2013 war der Freistaat Bayern als erstes deutsches Bundesland Partner des Deutschen Frühlings in Estland.

Eine deutliche Belebung der politischen Beziehungen zwischen dem Bundesland Hessen und Estland efolgte in den letzten Jahren. Im September 2014 war der Vizepräsident des Hessischen Landtags, MdL Wolfgang Greilich, zu einem offiziellen Besuch in Tallinn. Vom 29. Juni bis 2. Juli 2015 kam
der Hauptausschuss des Hessischen Landtags mit seiner Vorsitzenden Karin Wolff unter Begleitung von Staatsminister Axel Wintermeyer auf eine Informationsreise nach Estland. Im Mittelpunkt des  Besuchs standen E-Estland und seine IT-Möglichkeiten sowie die Förderung der weiteren Beziehungen zwischen den Ländern. Dieser Besuch diente auch bereits der Vorbereitung des Deutschen Frühlings 2016, bei dem das Bundesland Hessen Partnerland des Festivals in Tallinn sein wird. Ferner war die CDU-Landtagsfraktion unter der Leitung ihrer Vorsitzenden, MdL Julia Klöckner, vom 8. bis 10. Juli 2015 in Tallinn zu Gast und führte Gespräche mit Vertretern von Politik, Wirtschaft und Kultur.

Die bilateralen Kulturbeziehungen zwischen Hessen und Estland haben sich in den letzten Jahrzehnten nach und nach intensiviert. Es ist eine Zunahme an Städte-, Kirchen und Schulpartnerschaften sowie an Hochschulkooperation zu verzeichnen. Seit 2001 gibt es einen Partnerschaftsvertrag zwischen der Estnischen Evangelisch-lutherischen Kirche und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck in Hessen. Kooperationen mit estnischen Hochschulen gibt es an der Technischen Universität Darmstadt, der Justus-Liebig-Universität Gießen, der Universität Kassel, der Philipps-Universität Marburg, der Fachhochschule Frankfurt, der Hochschule Fulda und der Technischen Hochschule Mittelhessen.

 

Der estnische Dirigent Paavo Järvi war von 2006 bis 2013 Chefdirigent des hr-Sinfonieorchesters und ist heute dessen „Conductor Laureate“.

 

Die Stadt Mörfelden-Walldorf organisierte im Oktober 2014 eine Veranstaltungsreihe unter dem Motto: Begegnungen mit dem Baltikum. Im Rahmen der Reihe wurde eine Wanderausstellung „Das Baltikum und die Deutschen“ im Walldorfer Rathaus gezeigt, die den Besuchern die Geschichte und jahrhundertelange Kulturkontakte zwischen den baltischen Ländern und Deutschland näher gebracht hat. Darüber hinaus gab es eine Lesung mit der estnischen Kinderbuch-Autorin Kairi Look und einen Abend mit dem Lyriker Jürgen Rooste und der Lyrikerin Sveta Grigorjeva. Aus den Werken der Autoren las der estnische Schauspieler Toomas Täht, ab der Spielzeit 2014/15 Mitglied des Schauspielensembles am Hessischen Staatstheater Wiesbaden.

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