Estonian Embassy in Germany :: Informationen und Presse http://www.estemb.de ger http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss WiseCMS 2.0 hille.lepp@vm.ee hille.lepp@vm.ee E-Government: Estland bestätigt Ruf als Vorreiter http://www.estemb.de/startseite/presse/aid-1074 <font size="3" face="Times New Roman"> </font><p style="margin: 0cm 0cm 10pt;" class="MsoNormal"><font size="3"><font face="Times New Roman">27.01.2012&nbsp;<br><br><em>Daniela Friedinger (Wirtschaftsblatt)<?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" /><o:p></o:p></em></font></font></p><font size="3" face="Times New Roman"> </font><p style="margin: 1em 0cm;" class="articlelead"><font size="3"><font face="Times New Roman"><span style="mso-bidi-font-weight: bold;"><strong>Volkszählung.</strong></span> Die Teilnahme via Internet übertrifft die Erwartungen. Das Ergebnis wird den Bevölkerungsschwund aufzeigen.<o:p></o:p></font></font></p><font size="3" face="Times New Roman"> </font><p><font size="3"><font face="Times New Roman"><span style="font-weight: normal; mso-bidi-font-weight: bold;"><strong>Tallinn.</strong></span> Estland wird seinem Ruf als Pionier in Sachen E-Government gerecht: Bei der derzeit stattfindenden Volkszählung haben bereits knapp 40 Prozent der Esten ihren Fragebogen online ausgefüllt. Damit wurden die Erwartungen des Amtes für Statistik in Tallinn deutlich übertroffen. Dort war man davon ausgegangen, dass nur rund 25 Prozent online an der Zählung teilnehmen werden.<o:p></o:p></font></font></p><font size="3" face="Times New Roman"> </font><p><font size="3"><font face="Times New Roman">Estland war auch schon bei der Einführung von Wahlen via Internet sowie der elektronischen Erledigung von Behördenwegen Vorreiter. Und was das Schrumpfen seiner Bevölkerung betrifft, könnte Estland gemeinsam mit den beiden anderen baltischen Staaten ebenfalls eine (traurige) Führungsrolle einnehmen, denn Prognosen zufolge soll bei der noch bis Ende Mai laufenden Volkszählung ein Ergebnis herauskommen, das weit unter der zuletzt erhobenen Bevölkerungszahl von 1,34 Millionen Esten liegt.<o:p></o:p></font></font></p><font size="3" face="Times New Roman"> </font><p><font size="3"><font face="Times New Roman">Eine Studie geht sogar davon aus, dass Estland, Lettland und Litauen zusammen in den vergangenen zwei Jahrzehnten 1,5 Millionen Menschen eingebüßt haben. Damit sind den Ländern fast 20 Prozent ihrer Gesamtbevölkerung abhanden gekommen. Besonders groß ist die Abwanderung in Lettland: Laut Mihails Hazans, Professor an der Universität Riga, haben allein seit Ausbruch der Wirtschaftskrise 2008/09 rund 80.000 Letten das Land verlassen.<o:p></o:p></font></font></p><font size="3" face="Times New Roman"><strong> </strong></font><p><font size="3"><font face="Times New Roman"><strong><span style="font-weight: normal; mso-bidi-font-weight: bold;"><strong>Keine Rückholprämie</strong><br></span></strong><b style="mso-bidi-font-weight: normal;"><o:p></o:p></b></font></font></p><font size="3"><font face="Times New Roman"> <span style='line-height: 115%; font-family: "Times New Roman","serif"; font-size: 12pt; mso-fareast-font-family: Calibri; mso-fareast-theme-font: minor-latin; mso-fareast-language: EN-US; mso-ansi-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA;'>Ein Grund dafür war freilich, dass die drei Länder, die einst den Namen "Baltische Tiger" trugen, von der Rezession so stark betroffen waren wie keine anderen Staaten der EU. Esten zog es daher oft als Tages-und Wochenpendler nach Finnland, Letten und Litauer emigrierten bevorzugt nach Großbritannien, Irland, Norwegen und Schweden. Doch auch jetzt, wo es umgekehrt im Baltikum stärker aufwärts geht als anderswo in Europa, kehren die wenigsten Balten zurück. Das mag unter anderem an fehlenden Anreizen liegen: Denn während Polen seinen Rückkehrern aus der Arbeitsemigration eine Steueramnestie gewährte, unternehmen die baltischen Regierungen bislang nichts, um Auswanderer wieder heimzuholen.</span></font></font><br><br><a href="http://www.wirtschaftsblatt.at/home/international/osteuropa/e-government-estland-bestaetigt-ruf-als-vorreiter-505526/index.do" target="_blank">www.wirtschaftsblatt.at</a> <br><br><font size="2">© Wirtschaftsblatt.at</font><br> Fri, 27 Jan 2012 08:36:25 GMT http://www.estemb.de/startseite/presse/aid-1074 Wirtschaftsminister Parts zu Besuch in Berlin http://www.estemb.de/startseite/presse/aid-1067 <P style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" class=MsoNormal><FONT size=3 face="Times New Roman">Vom 26. bis zum 27. Januar besucht der estnische Wirtschafts- und Kommunikationsminister Juhan Parts Berlin. Der Minister hält einen Vortrag über die estnische Wirtschaft bei der Sitzung der Unternehmer-Colloquium Spedition (UCS), die anlässlich des 40. Jahrestages der UCS in den Räumlichkeiten der estnischen Botschaft in Berlin abgehalten wird. Ferner trifft Herr Parts zu einem Gespräch mit dem Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer und Herrn Peter Hintze, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, zusammen. <BR><BR><A href="http://www.mkm.ee/" target=_blank>www.mkm.ee</A></FONT></P> Thu, 26 Jan 2012 08:01:26 GMT http://www.estemb.de/startseite/presse/aid-1067 Tierisch - so haben Sie Estland nie gesehen! http://www.estemb.de/startseite/presse/aid-1066 <BR><FONT class=punasuur> <H2 style="MARGIN: auto 0cm 2.5pt; BACKGROUND: white"><SPAN style="COLOR: windowtext; FONT-SIZE: 12pt; mso-ansi-language: DE" lang=DE><FONT class=alampealkiri2>Winterwanderung<?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" /><o:p></o:p></FONT></SPAN></H2>Auf Schneeschuh-Safari nach Estland<BR><FONT color=#ff0000 size=2 face=Verdana><BR><FONT class=punane>von Alexandra Frank<BR></FONT></FONT></FONT> <P style="MARGIN: auto 0cm; BACKGROUND: white" class=abstract><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE" lang=DE><FONT class=alampealkiri2>Im Naturschutzgebiet Linnuraba leben Wildschweine, Elche, Rehe, Wölfe und Bären. Aber letztere halten Winterschlaf: Auf Schneeschuh-Safari durch die nordestnische Winterlandschaft. <o:p></o:p></FONT></SPAN></P> <P style="BACKGROUND: white"><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE" lang=DE>Meine neuen Schuhe sind knallrot, aus Plastik – und sie passen nicht. Sie schlappen, schlackern und hängen wie Tennisschläger unter meinen Füßen. Doch das muss so sein. Es sind Schneeschuhe. <o:p></o:p></SPAN></P> <P style="BACKGROUND: white"><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE" lang=DE>Die perfekte Ausrüstung, um durch den 50 Zentimeter tiefen Schnee im nordestnischen Naturschutzgebiet Linnuraba zu stapfen. Linnuraba heißt übersetzt so viel wie Vogelmoor. Und mein Ziel ist es, nicht nur Vögel aufzuspüren, sondern auch den Fährten vieler anderer Tiere zu folgen. <o:p></o:p></SPAN></P> <P style="BACKGROUND: white"><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE" lang=DE>Ein paar Meter vor mir stapft Bert Rähni durch den Wald. Hochgewachsen, mit strahlend blauen Augen und wesentlich geübter im Schneeschuhlaufen als ich. Er ist Outdoor-Spezialist und bietet winterliche Erlebnistouren in Estland an, etwa Schneespursafaris in dem rund 34 Quadratkilometer großen Hochmoor. <o:p></o:p></SPAN></P> <P style="BACKGROUND: white"><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE" lang=DE>Es liegt etwa eine Autostunde südlich der Hauptstadt Tallinn. Aber schon am Anfang unserer Tour dämpft Bert meine Erwartungen. „Tieren werden wir wohl kaum begegnen“, sagt er in perfektem Deutsch, „aber dafür ihren Spuren.“ <o:p></o:p></SPAN></P> <P style="BACKGROUND: white"><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE" lang=DE>Im Winter könne man besonders gut sehen, welche Tiere im Wald lebten und wie sie sich verhielten. Da gebe es Wildschweine, Elche, Rehe, Wölfe, Rotwild, Flughörnchen, Schneehasen und Luchse. Viele Vögel natürlich. Und Bären. Aber die halten Winterschlaf und hinterlassen keine Spuren. <o:p></o:p></SPAN></P> <P style="BACKGROUND: white"><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE" lang=DE>Doch Bert irrt sich. Auf einer Lichtung bekommen wir doch ein Tier zu Gesicht, wenngleich ein totes. Es ist ein steif gefrorenes Reh, das unter einer Kiefer liegt. Rundherum verteilt sind Schneespuren. Tatzen mit kleinen scharfen Krallen vom Täter, einem Luchs. Dann zweireihige, etwas kleinere von einem Marderhund, der wohl hoffte, einen Teil der Beute zu ergattern. <o:p></o:p></SPAN></P> <P style="BACKGROUND: white"><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE" lang=DE>Und schließlich 70 Zentimeter große Spuren in Blattform – sie stammen von einem Menschen auf Schneeschuhen. Offenbar sind wir nicht die ersten Besucher auf Tierspursafari. Nach einem kurzen, fachkundigen Blick sagt Bert: „Die waren schon gestern da.“ <o:p></o:p></SPAN></P> <P style="BACKGROUND: white"><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE" lang=DE>Es geht tiefer in den Wald hinein. Die Schuhe knirschen im Schnee, sonst herrscht Stille. Dicke Schneebrocken ziehen die dünnen Äste der Bäume tief bis zum Boden herab. Fichten ragen hoch in den Himmel empor, Tannen mit dichtem Nadelkleid, dazwischen knorrige Kiefern und Birken, die den Weg säumen. Aber was heißt hier Weg? Eine glitzernde Schneedecke verbirgt jegliche Pfade, die hier entlangführen könnten. <o:p></o:p></SPAN></P> <P style="BACKGROUND: white"><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE" lang=DE>Plötzlich bleibt Bert abrupt stehen und zeigt auf einen kleinen Tunnel, der aus einem Schneehügel zu seiner Rechten kommt. „Ein Schneetunnel von Waldmäusen“, erklärt er und schaut sich suchend um. „Aha“, sagt er dann, macht einen Satz nach vorne und weist auf eine Linie, die sich vor ihm im Schnee auftut. <o:p></o:p></SPAN></P> <P style="BACKGROUND: white"><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE" lang=DE>„Mäuse laufen unter der Schneedecke entlang und bauen sich dort Gänge“, sagt er und nickt mit dem Kopf in Richtung Schneetunnel. „Und das da“, er zeigt jetzt auf die zweite, linienförmige Spur, „stammt von einem Fuchs.“ Füchse haben ein so feines Gehör, dass sie die Mäuse-Trippelschritte durch die Schneedecke hindurch wahrnehmen können. Die Fuchs-Pfotenspuren sind akkurat in den Schnee gedrückt, sie wirken wie eine schnurgerade Linie. <o:p></o:p></SPAN></P> <P style="BACKGROUND: white"><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE" lang=DE>Ich steige über einen umgefallenen Baum hinweg, ein paar Zweige fahren mir wie kalte Finger durch das Gesicht. Kuchentellergroße, tief eingesunkene Spuren kreuzen meinen Weg. Das kann selbst ich erkennen. „Ein Elch?“, frage ich Bert. Der nickt und zeigt mit dem Finger auf eine kleine Fichte zu meiner Linken. Helles Rindenholz blitzt zwischen den dunklen Moosen hervor. <o:p></o:p></SPAN></P> <P style="BACKGROUND: white"><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE" lang=DE>„Elche sind bei den Förstern hierzulande nicht gerade beliebt, weil sie die jungen Bäume anknabbern“, erklärt Bert. Pech für die Förster, denn Estland ist reichlich mit Elchen gesegnet. 12.000 Tiere durchstreifen die Wälder des nordbaltischen Landes, das gerade einmal so groß wie Niedersachsen ist. Zu ihnen gesellen sich etwa 800 Luchse, bis zu 700 Braunbären und 200 Wölfe. <o:p></o:p></SPAN></P> <P style="BACKGROUND: white"><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE" lang=DE>Hinzu kommen zahlreiche kleinere Tiere, wie mir Bert anhand weiterer Schneespuren zeigt. Etwa Birkhühner, die sich gerne freie Flächen auf dem Moor zur Balz suchen, oder Haselhühner, deren winzige Abdrücke im Schnee ich für Löcher gehalten habe, die Tautropfen im Schnee hinterlassen. <o:p></o:p></SPAN></P> <P style="BACKGROUND: white"><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE" lang=DE>Bert, mir stets ein paar flotte Schneeschuhschritte voraus, steuert auf den Waldrand zu. Hinter einem umgefallenen Baum macht er mich auf eine breite Schleifspur aufmerksam, die aussieht, als hätte jemand einen Sack durch den Schnee gezogen. <o:p></o:p></SPAN></P> <P style="BACKGROUND: white"><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE" lang=DE>Womit ich nicht ganz unrecht habe, obgleich es sich nicht um Säcke, sondern Bäuche handelt – von Wildschweinen. „Im Winter ist es für die Tiere wichtig, darauf zu achten, nicht zu viel Energie zu verschwenden“, erklärt er mir. Deshalb machen es sich die Wildschweine einfach und benutzen ausgetretene Pfade. <o:p></o:p></SPAN></P> <P style="BACKGROUND: white"><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE" lang=DE>Leicht zu erkennen sind ihre Wege trotzdem nicht. Mit ihren kurzen Beinen kombiniert mit einem Gewicht von teilweise 150 Kilogramm sinken sie tief ein und schleifen mit ihren Bäuchen so durch den Schnee, dass alle Spalthufspuren verwischen. <o:p></o:p></SPAN></P> <P style="BACKGROUND: white"><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE" lang=DE>Meine Spuren hingegen sind unübersehbar. Stolpernd hüpfe ich mit den Schneeschuhen durch das Dickicht am Waldrand. Immer wieder bleibe ich an Zweigen hängen, Pulverschnee rieselt mir in den Nacken. Dann endlich liegt das offene Hochmoor vor mir. „Jetzt geht es querfeldein“, sagt Bert und marschiert los. <o:p></o:p></SPAN></P> <P style="BACKGROUND: white"><SPAN style="DISPLAY: none; COLOR: black; mso-ansi-language: DE; mso-hide: all" lang=DE>Estonian Tourist Board/Enterprise Estonia, Tel. 040/30 38 78 99, <A href="http://www.visitestonia.com/" target=_blank>www.visitestonia.com</A> <o:p></o:p></SPAN></P> <P style="BACKGROUND: white"><SPAN style="DISPLAY: none; COLOR: black; mso-ansi-language: DE; mso-hide: all" lang=DE> <SCRIPT type=text/javascript> var options = {"statisticsCounterData": new StatisticsCounterData("","","backgroundModule","13828973","Reise","","","Artikel: Reise: 13828973: Estland-Tipps","2012-01-23 10:00","Hintergrund3","")} $("div#accordion13828973").WON_AccordionPlugin(options); </SCRIPT> </SPAN><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE" lang=DE>Ich setze einen Schritt vor den anderen. Es hat fast etwas Meditatives, hinter Bert durch die Landschaft zu stapfen, die sich im Winter mit den estnischen Nationalfarben Blau-Schwarz-Weiß schmückt: ein wolkenloser Himmel und dunkle Bäume voller glitzerndem Schnee. <o:p></o:p></SPAN></P> <P style="BACKGROUND: white"><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE" lang=DE>Leichte Kuhlen in der Schneedecke deuten an, wo sich tiefes Moor befindet. Hüfthohe, verknöcherte Kiefern wachsen auf festerem Boden und werfen Schatten, doppelt so lang wie sie selber, auf den hellen Untergrund. Wind kommt auf und zeichnet Wellenmuster in die Schneedecke, die Sonne steht tief am Himmel. Ich schließe meine Lider halb, weil das kräftige Weiß blendet, und schlurfe weiter. <o:p></o:p></SPAN></P> <P style="BACKGROUND: white"><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE" lang=DE>„Da!“ Berts Stimme unterbricht meine Gedanken. „Wölfe!“ Neugierig komme ich näher. Pfotenspuren im Schnee. Aber könnte das nicht auch wieder ein Luchs sein? Oder ein Hund? „Das war ein Wolf“, sagt Bert bestimmt, „hier im Linnuraba lebt ein Rudel von mindestens acht Tieren. Luchstatzen, erklärt er mir, wären etwas kleiner und die Krallen spitzer. <o:p></o:p></SPAN></P> <P style="BACKGROUND: white"><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE" lang=DE>Hunde hingegen hätten dickere, kürzere Pfoten, die ein wenig dreieckig zulaufen. Diese Spuren aber seien eindeutig die eines Wolfes. Mein Ehrgeiz ist geweckt. Ich fordere Bert auf, den Spuren zu folgen, vielleicht bekämen wir ja doch das Rudel zu sehen. Zehn Minuten lang verfolgen wir die Fährte. <o:p></o:p></SPAN></P> <P style="BACKGROUND: white"><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE" lang=DE>Am Waldrand gebe ich auf. Vermutlich hat der Wolf einen längeren Atem und schlüpft leichter durch dichtes Buschwerk hindurch und über umgefallene Bäume hinweg als ich. <o:p></o:p></SPAN></P> <P style="BACKGROUND: white"><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE" lang=DE>Bis Anfang Februar bleibt das Rudel zusammen. Dann beginnt die Paarungszeit und die Alphatiere verdrängen ihre Konkurrenten. Abends, in der Dämmerung, könne man ihr Heulen hören, erzählt Bert. In der Paarungszeit seien viele Tiere unvorsichtiger, schon oft kam er im Februar viel näher an sie heran als üblich. <o:p></o:p></SPAN></P> <P style="BACKGROUND: white"><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE" lang=DE>Nur nicht im Linnuraba. „Ab 1.Februar ist das Gebiet nördlich des Moors gesperrt“, sagt er. „Dort gibt es nämlich ein Steinadlernest.“ Schneeschuhtouren sind in dieser Gegend deshalb gegen Ende des Winters untersagt, und er führt Touristen durch andere Gebiete. Dann wird das Naturschutzgebiet wieder seinem Namen gerecht und ist einfach nur ein Vogelmoor. <o:p></o:p></SPAN></P> <P style="BACKGROUND: white"><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE; mso-bidi-font-style: italic" lang=DE>Die Reise wurde unterstützt von Enterprise Estonia und Air Baltic<BR><BR><BR>Lesen Sie im Web:<BR></SPAN><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE; mso-bidi-font-style: italic" lang=DE><SPAN class=datefloatright><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE" lang=DE><A href="http://www.welt.de"><FONT color=#800080 size=3 face="Times New Roman">www.welt.de</FONT></A><o:p></o:p></SPAN></SPAN></P> <P style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; BACKGROUND: white" class=MsoNormal><FONT size=3><FONT class=alampealkiri2><FONT class=alampealkiri2><FONT class=alampealkiri2><SPAN class=wp_none><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE" lang=DE class=wp_none>23.01.2012</SPAN></SPAN><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE" lang=DE class=wp_none><o:p></o:p></SPAN></FONT></FONT></FONT></FONT></P> <P style="BACKGROUND: white"></SPAN><FONT class=punasuur><FONT color=#ff0000 size=2 face=Verdana><o:p><FONT color=#000000 size=3 face="Times New Roman">&nbsp;</FONT></o:p></P></FONT><BR><BR><FONT class=alampealkiri2>Lesen Sie:<BR></FONT></FONT><A href="http://www.welt.de/reise/article13828963/Tierisch-so-haben-Sie-Estland-noch-nie-gesehen.html" target=_blank>www.welt.de</A><BR><BR><A href="/static/files/086/winter_in_estland.jpg" target=_blank></A>&nbsp; Sun, 22 Jan 2012 18:59:01 GMT http://www.estemb.de/startseite/presse/aid-1066 Estnischer Agrarminister Seeder zu Besuch in Berlin http://www.estemb.de/startseite/presse/aid-1056 <P style="MARGIN-BOTTOM: 12pt"><SPAN style="FONT-FAMILY: 'Times New Roman'; FONT-SIZE: 12pt"><A href="/static/files/050/seederhelirvaldor.jpg" target=_blank><IMG title="Seeder, Helir-Valdor" border=0 hspace=10 alt="Seeder, Helir-Valdor" vspace=10 align=right src="http://www.estemb.de/static/files/050/t_seederhelirvaldor.jpg"></A></P> <P style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" class=MsoNormal>Der estnische Landwirtschaftsminister Helir-Valdor Seeder nimmt vom 19. bis zum 22. Januar an der Internationalen Grünen Woche in Berlin teil. </P> <P style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" class=MsoNormal><?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" /><o:p>&nbsp;</o:p></P> <P style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" class=MsoNormal>Im Rahmen seines Besuches führt der Minister Gespräche mit den Landwirtschaftsministern von Georgien und Moldau. Der Minister trifft sich mit den Landwirtschaftsministern der Bundesländer Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, um die bisherige und künftige Zusammenarbeit zu besprechen. Ebenfalls trifft er&nbsp;mit dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der Messe Berlin GmbH, Herrn Raimund Hosch, zu einem Gespräch zusammen.</P> <P style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" class=MsoNormal><o:p>&nbsp;</o:p></P> <P style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" class=MsoNormal>Ferner beteiligt sich&nbsp;der Minister am Internationalen Agrarministertreffen zum Thema „Ernährungssicherung durch nachhaltiges Wachstum – Landwirtschaftliche Nutzung knapper Ressourcen" teil.</P> <P style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" class=MsoNormal><o:p>&nbsp;</o:p></P> <P style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" class=MsoNormal>Der Minister besucht den estnischen Stand auf der Grünen Woche und die Estnische Botschaft. </P> <P style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" class=MsoNormal><o:p>&nbsp;</o:p></P> <P style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" class=MsoNormal>Weitere Informationen: </P> <P style="MARGIN-BOTTOM: 12pt"></SPAN><SPAN style="FONT-FAMILY: 'Times New Roman'; FONT-SIZE: 12pt"><A href="http://www.agri.ee/" target=_blank>www.agri.ee</A><BR><BR><o:p></o:p></SPAN></P> <P style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" class=MsoNormal><o:p><FONT size=3 face="Times New Roman"><A href="http://www.bmelv.de/DE/Ministerium/IGW2012/IGW2012_node.html" target=_blank>www.bmelv.de</A>&nbsp;</FONT></o:p></P> <P>&nbsp;</P> Thu, 19 Jan 2012 07:38:07 GMT Sat, 21 Jan 2012 22:00:00 GMT http://www.estemb.de/startseite/presse/aid-1056 Estland - Musterschüler der Eurozone http://www.estemb.de/startseite/presse/aid-1043 Ein Bericht von dw-world über Estland<br><br><a href="http://mediacenter.dw-world.de/german/video/#!/358909/Estland_Musterschüler_der_Eurozone" target="_blank">http://mediacenter.dw-world.de</a><br><br><img title="Natur - Estland" border="0" hspace="10" alt="Natur - Estland" vspace="10" align="right" src="http://www.estemb.de/static/files/040/t2_100_0384.jpg"><br> Thu, 05 Jan 2012 10:42:35 GMT Sat, 21 Jan 2012 22:00:00 GMT http://www.estemb.de/startseite/presse/aid-1043 n-ost sucht Korrespondenten/in für Estland http://www.estemb.de/startseite/presse/aid-1036 Das Netzwerk für Osteuropa-Berichterstattung n-ost setzt sich mit einem europaweiten Korrespondentennetz in Berlin für eine hintergründige und differenzierte Berichterstattung aus Osteuropa ein. <BR><BR>Im Auftrag der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) erstellt n-ost die tägliche europäische Presseschau euro|topics. Auf www.eurotopics.net bietet die Presseschau täglich Kommentarausschnitte aus den 27 EU- Ländern und der Schweiz in drei Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch). <BR><BR>Für euro|topics sucht n-ost ab dem 1. Februar 2012<BR>&nbsp;<BR><FONT class=alampealkiri2>eine/n Estland-Korrespondent/in<BR></FONT>&nbsp;<BR><U>Voraussetzungen: <BR></U><BR>· journalistische Ausbildung (Journalistik-Studium, Volontariat oder vergleichbare Ausbildung) sowie journalistische Erfahrung (bevorzugt im Online- oder Agenturbereich)<BR>· Fähigkeit, auf den Punkt knackige Teaser zu schreiben<BR>· Breite und fundierte Kenntnis aktueller europäischer Themen<BR>· sehr gute Estnisch-Kenntnisse und Beherrschung von Deutsch auf muttersprachlichem Niveau<BR>· ausgeprägte Kommunikationskompetenz und Offenheit für die gemeinsame Arbeit in einem internationalen Netzwerk unter dem Dach einer medienpolitischen NGO<BR>· Lust, früh zu arbeiten, aber auch früh fertig zu sein <BR>· Fähigkeit, auch unter hohem Zeitdruck zuverlässig zu arbeiten<BR>· Wohnsitz und Lebensmittelpunkt in Estland <BR>· Bereitschaft, sich mit dem Online-Redaktionssystem vertraut zu machen Bewerber, die zusätzlich sehr gute Lettisch- und/oder Litauisch-Kenntnisse haben, können sich gleichzeitig auf die entsprechenden Stellen für Lettland bzw. Litauen bewerben, die wir zeitgleich ausschreiben. <BR><BR><U>Stellenprofil:<BR></U>&nbsp;<BR>· tägliche Auswertung meinungsbildender estnischer Online- und Printmedien (inklusive wichtiger Blogs)<BR>&nbsp;· tägliche Ausarbeitung und Übersetzung von ein bis zwei Zitaten aus den wichtigsten Meinungsartikeln, Reflexionen, Essays und Kommentaren (jeweils rund 1.000 Zeichen) <BR><BR>Wir freuen uns über aussagekräftige Kurzbewerbungen (max. eine Seite Motivation und kurzer tabellarischer Lebenslauf, Angabe von zwei Referenzen) als ein (!) PDF-Dokument (maximal 1 MB) bis 19. Januar 2012, 10 Uhr, per E-Mail an bewerbung@n-ost.org. <BR><BR><U>Weitere Infos:<BR><BR><A href="http://www.n-ost.org/" target=_blank>www.n-ost.org</A></U> Wed, 04 Jan 2012 09:49:47 GMT Sat, 21 Jan 2012 22:00:00 GMT http://www.estemb.de/startseite/presse/aid-1036 Süddeutsche: Städtereise nach Tallinn in Estland http://www.estemb.de/startseite/presse/aid-1035 <P style="LINE-HEIGHT: 13.2pt; MARGIN: 0cm 0cm 0pt; BACKGROUND: white; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto; mso-outline-level: 3" class=MsoNormal><SPAN style="COLOR: #333333; mso-ansi-language: DE" lang=DE><FONT class=alampealkiri1>Kunstvoll feiern<BR></FONT><BR><?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" /><o:p>03.12.2012<BR><FONT class=alampealkiri2>Reisetipps von Matthias Kolb</FONT></o:p></SPAN></P> <P style="LINE-HEIGHT: 14.75pt; MARGIN: 0cm 0cm 0pt; BACKGROUND: white" class=updated1><SPAN style="FONT-SIZE: 12pt; mso-ansi-language: DE" lang=DE></SPAN></P> <ADDRESS style="LINE-HEIGHT: 14.75pt; BACKGROUND: white"><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE" lang=DE><A href="mailto:reise-online@sueddeutsche.de"><BR></A></SPAN></ADDRESS> <P style="LINE-HEIGHT: 14.75pt; MARGIN: auto 0cm; BACKGROUND: white" class=entry-summary><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE" lang=DE><STRONG>Tallinn hatte den Titel "Kulturhauptstadt 2011" zwar verdient, aber nicht nötig - längst ist die Stadt kein Geheimtipp mehr. Die Esten nutzten den Rummel, um Independent-Kultur zu fördern, noch mehr Partys zu feiern und ihre Hauptstadt skandinavischer zu machen. <o:p></o:p></STRONG></SPAN></P> <P style="LINE-HEIGHT: 14.75pt; BACKGROUND: white"><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE" lang=DE>Am Ende kam das Feuer. Eine Stunde hatten 2000 Zuschauer bei Minusgraden am Hafen von <A href="http://www.sueddeutsche.de/thema/Tallinn">Tallinn</A> ausgeharrt, um 55 einminütige Kurzfilme von Tom Tykwer, Rafi Pitts oder Michael Glawogger zu sehen. Die Regisseure hatten sich kurz vor Weihnachten an der Performance "60 seconds of solitude in the year zero" (<A href="http://60sec.ee/avaleht">60sec.ee</A>) beteiligt, mit der das Programm von Tallinn 2011 abgeschlossen wurde. Nach dem letzten Film verdunkelte sich die Leinwand, dann ging der Projektor in Flammen auf und ein Pyrotechniker entzündete die Filmrolle. Funken sprühten und alle Augen blickten auf die Leinwand. Doch anstatt umzukippen, blieb sie&nbsp;stehen.<o:p></o:p></SPAN></P> <P style="LINE-HEIGHT: 14.75pt; BACKGROUND: white"><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE" lang=DE>Mitorganisator Veiko Õunpuu störte die Panne nicht: Das Anliegen, die Kommerzialisierung des Kinos zu kritisieren, war gelungen. Den Regisseur ärgert, dass immer mehr Filme auf Festplatten kopiert werden, während überall Kinos schließen. Daher der radikale Ansatz der Performance: Da keine zweite Filmrolle existiert, lebt die Kunst nur in den Köpfen&nbsp;weiter.<o:p></o:p></SPAN></P> <P style="LINE-HEIGHT: 14.75pt; BACKGROUND: white"><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE" lang=DE>"60 seconds of solitude in the year zero" war eines der ehrgeizigsten Projekte, die im Programm der Europäischen Kulturhauptstadt präsentiert wurden. Mit 15 Millionen <A href="http://www.sueddeutsche.de/thema/Euro">Euro</A> war das Budget recht bescheiden, weshalb die Organisatoren neben Konzerten, Ausstellungen und Theater auf kleinere Projekte setzten: Diese sollten und sollen den Tallinnern unbekannte Ecken ihrer Stadt zeigen, für Touristen interessant sein - und über das Kulturhauptstadtjahr hinaus Bestand&nbsp;haben.&nbsp;<o:p></o:p></SPAN></P> <P style="LINE-HEIGHT: 14.75pt; BACKGROUND: white"><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE" lang=DE>So entsteht direkt an der <A href="http://www.sueddeutsche.de/thema/Ostsee">Ostsee</A> und in Gehdistanz zur mittelalterlichen Altstadt eine Promenade namens "Kulturkilometer" für Spaziergänger und Radler, die zum neuen Meeresmuseum führt. "In der Sowjetzeit war der Zugang ans Meer an dieser Stelle verboten, das war militärisches Sperrgebiet", sagt Maris Hellrand von der Stiftung Tallinn 2011. Zwanzig Jahre nach der Unabhängigkeit entdecken die 1,4 Millionen Esten ihre Hauptstadt neu und gewinnen das Gefühl zurück, direkt am Wasser zu&nbsp;wohnen.<o:p></o:p></SPAN></P> <P style="LINE-HEIGHT: 14.75pt; BACKGROUND: white"><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE" lang=DE>Aus Holz haben junge Architekten kleine Badeinseln, Bänke und Umkleidekabinen gebaut, damit die Anwohner im Sommer im Meer schwimmen können. Dieser Strand namens Kalarand ist nur fünf Minuten vom Zentrum entfernt und die Architekten hoffen, dass engagierte Talliner Bürger diesen Ort nicht privaten Investoren überlassen, die ähnlich wie in Kopenhagen oder Stockholm teure Lofts am Wasser bauen&nbsp;wollen.<o:p></o:p></SPAN></P> <P style="LINE-HEIGHT: 14.75pt; BACKGROUND: white"><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE" lang=DE>Tallinn 2011 förderte Nachbarschaftsinitiativen ebenso wie Urban Gardening-Projekte oder das Rooftop Cinema: Auf dem Dach eines Einkaufszentrums wurden den Sommer über Filmklassiker gezeigt.&nbsp; Neben der <A href="http://www.tallinnmusicweek.ee/">Tallinn Music Week</A> wird auch das <A href="http://www.katusekino.ee/">Katusekino</A> wegen des großen Erfolgs 2012 wieder stattfinden, so dass auch Touristen "Casablanca", Alfred Hitchcocks "Psycho" oder Woody Allens "Vicky Cristina Barcelona" in Originalversion über den Dächern der Stadt genießen&nbsp;können.<o:p></o:p></SPAN></P> <P style="LINE-HEIGHT: 14.75pt; BACKGROUND: white"><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE" lang=DE>Vor und nach dem Film blicken sie auf die mächtigen, meterdicken Mauern und die Wehrtürme, welche die Hansestadt Reval einst vor Angreifern&nbsp;schützten.<o:p></o:p></SPAN></P> <P style="LINE-HEIGHT: 13.2pt; MARGIN: 0cm 0cm 0pt; BACKGROUND: white; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto; mso-outline-level: 3" class=MsoNormal><SPAN style="COLOR: #333333; mso-ansi-language: DE" lang=DE><STRONG>Finnen, Fisch und "Ö"<o:p></o:p></STRONG></SPAN></P> <P style="LINE-HEIGHT: 14.75pt; BACKGROUND: white"><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE" lang=DE>Im Inneren des Mauerrings führt ein Gewirr aus kleinen Straßen und gepflasterten Gassen durch die <A href="http://www.sueddeutsche.de/thema/Altstadt">Altstadt</A>, in dem sich mancher Neuling verlaufen hat. Den schönsten Blick über die Stadt hat man vom Domberg, zu dem die steile pikk jalg führt. Wo heute Ölbilder verkauft werden, standen einst Soldaten: Jahrhundertelang war die Stadt geteilt. Unten, rund um das historische Rathaus, wohnten Handwerker und Kaufleute, oben residierte die&nbsp;Macht.<o:p></o:p></SPAN></P> <P style="LINE-HEIGHT: 14.75pt; BACKGROUND: white"><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE" lang=DE>In der Domkirche erinnern Grabplatten an den einflussreichen deutschen Adel und mit der Newskij-Kathedrale, in der nun Großmütter goldene Ikonen küssen, zeigte Russlands Zar seinen Anspruch auf die Stadt. Im nahen <A href="http://www.bogapott.ee/go/en">Café Bogapott</A> gibt es nicht nur leckere Salate und Kuchen: Vor den Augen der Besucher wird Keramik hergestellt und Mitmachen ist&nbsp;erlaubt!<o:p></o:p></SPAN></P> <P style="LINE-HEIGHT: 14.75pt; BACKGROUND: white"><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE" lang=DE>Wer auf die Ostsee hinunter schaut, sieht die viele Fähren, die stündlich zwischen den 80 Kilometer entfernten Hauptstädten <A href="http://www.sueddeutsche.de/thema/Tallinn">Tallinn</A> und Helsinki kreuzen. Während sich vor allem im Hochsommer Besucherscharen in Sandalen und Shorts aus den riesigen Kreuzfahrtschiffen in die Altstadt ergießen, die der als Minnesänger und Burgfräulein verkleidete Studenten warten, reisen die Finnen das ganze Jahr über nach Tallinn. Sie schätzen nicht nur die deutlichen niedrigeren Preise für Alkohol, sondern lassen sich auch in den Spas verwöhnen. Für 23 bzw. 13 Euro entspannen Besucher in den Wellness-Oasen der Nobelhotels <A href="http://www.swissotel.com/EN/Destinations/Estonia/Swissotel+Tallinn/Hotel+Home/Hotel+Description">Swissotel</A> und <A href="http://www.telegraafhotel.com/telegraph-hotel-tallinn">Telegraaf</A>, weitere Adressen für Massagen und Maniküre sind etwa <A href="http://www.dayspa.ee/">DaySpa</A> oder <A href="http://www.baborspa.ee/">BaborSpa</A>.<o:p></o:p></SPAN></P> <P style="LINE-HEIGHT: 14.75pt; BACKGROUND: white"><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE" lang=DE>Die Esten lassen sich von den Nachbarn im Norden ebenfalls inspirieren, was etwa bei den Arbeiten der jungen Designer deutlich wird, die in der Boutique <A href="http://www.nunordik.ee/">Nu Nordik</A> oder im <A href="http://www.edl.ee/news/estonian-design-moves-to-the-fish-port">Haus des Estnischen Designs</A> Möbel, Accessoires und Kleidung anbieten. Schwedische Mode wird im <A href="http://www.sfaar.ee/">Sfäär</A> verkauft. Wer nach dem Shoppen neue Energie braucht, geht die Treppe hinunter ins angrenzende Lokal. Die Küchenchefs setzen auf Fisch, etwa frische Renke oder Fischfrikadellen mit Wachteleiersalat. Fleischfreunde wählen Lammpastete, gewürzt mit Chili und&nbsp;Koriander.<o:p></o:p></SPAN></P> <P style="LINE-HEIGHT: 14.75pt; BACKGROUND: white"><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE" lang=DE>Noch ambitionierter wird direkt nebenan im <A href="http://www.restoran-o.ee/?action=page.home&amp;lang=eng">Ö</A> gekocht, das 2010 zum besten Restaurant der Stadt gekürt wurde. Dass das Interieur dort komplett in Schwarz gehalten ist, hat womöglich einen guten Grund: Öö bedeutet auf Estnisch&nbsp;"Nacht".<o:p></o:p></SPAN></P> <P style="LINE-HEIGHT: 14.75pt; BACKGROUND: white"><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE" lang=DE>Neben dem Kulturhauptstadtjahr hat sicher auch die Einführung des Euro am 1. Januar dazu beigetragen, dass <A href="http://www.sueddeutsche.de/thema/Estland">Estland</A> 2011 einen Besucherrekord verzeichnete: Mehr als 1,5 Millionen Menschen reisten bis Oktober an die Ostsee, darunter fast 100.000 Deutsche. Auch das <A href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/euro-jubilaeum-im-baltikum-estlands-verflixtes-erstes-jahr-1.1246868">Image des "Euro-Musterschülers"</A>, der mit niedriger Staatsverschuldung und hohem Wirtschaftswachstum auf sich aufmerksam machte, lockte viele Gäste an, wie Hoteliers&nbsp;berichten.<o:p></o:p></SPAN></P> <P style="LINE-HEIGHT: 14.75pt; BACKGROUND: white"><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE" lang=DE>Die Jüngeren reisen aber vor allem an die <A href="http://www.sueddeutsche.de/thema/Ostsee">Ostsee</A>, weil sie neugierig auf die besondere Mischung aus Hanse und High-Tech sind und auch prüfen wollen, ob die New York Times recht hatte, die Tallinn 2006 zur "<A href="http://www.nytimes.com/2006/01/22/travel/22tallinn.html%20">Party-Hauptstadt des Jahres</A>"&nbsp;erkor.<o:p></o:p></SPAN></P> <P style="LINE-HEIGHT: 13.2pt; MARGIN: 0cm 0cm 0pt; BACKGROUND: white; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto; mso-outline-level: 3" class=MsoNormal><SPAN style="COLOR: #333333; mso-ansi-language: DE" lang=DE><STRONG>Quallendrink in der Valli Baar<o:p></o:p></STRONG></SPAN></P> <P style="LINE-HEIGHT: 14.75pt; BACKGROUND: white"><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE" lang=DE>Da in den Clubs vor zwei Uhr morgens wenig los ist, bleibt genug Zeit, um einige Kneipen und Bars der Altstadt zu erkunden. Beliebt bei Bierfans aus dem In- und Ausland ist <A href="http://www.sueddeutsche.de/thema/Tallinn">Tallinns</A> ältestes Pub <A href="http://www.hellhunt.ee/eng/main">Hell Hunt</A>, während sich Künstler, Werber und Medienleute seit einiger Weile im <A href="http://www.anothertravelguide.com/eng/europe/estonia/tallinn/destinations/restaurants/must_puudel">Must Puudel</A> treffen, einem Retro-Laden mit Konzerten und Lesungen. Tagsüber gibt es im schwarzen Pudel aber auch leckere&nbsp;Snacks.<o:p></o:p></SPAN></P> <P style="LINE-HEIGHT: 14.75pt; BACKGROUND: white"><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE" lang=DE>Fans von Live-Musik sollten sich über das Programm des <A href="http://www.vonkrahl.ee/en">Von Krahl</A> informieren, während Elektro-Fans ins <A href="http://www.balou.ee/">Balou</A> oder zur "Mutant Disco" eilen: <A href="http://www.sueddeutsche.de/thema/Estland">Estlands</A> beste Party steigt zwischen den Sitzreihen des Soprus-Kinos. Gegenüber liegt die Valli Baar, deren Einrichtung noch aus der Sowjetzeit stammt und die für den "Milli Mallikas" berühmt ist: Zwischen Wodka und Tequila schwimmt eine große Portion Tabasco. Das feurige Getränk ist als Quallendrink&nbsp;bekannt.<o:p></o:p></SPAN></P> <P style="LINE-HEIGHT: 14.75pt; BACKGROUND: white"><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE" lang=DE>Wer sich über die Zeit zwischen 1944 und 1991 informieren möchte, in der Estland mit seinen 1,4 Millionen Einwohnern zur Sowjetunion gehörte, ist im <A href="http://www.okupatsioon.ee/">Okkupationsmuseum</A> richtig. Damals wohnten Ausländer im <A href="http://goeasteurope.about.com/od/estoniatravel/p/Kgb-Hotel-Museum-In-Tallinn.htm">Viru-Hotel</A>, wo der KGB 60 Zimmer verwanzt hatte und heute ein sehenswertes Museum im 23. Stock die Paranoia des Geheimdienstes illustriert. Sowjetkitsch und anderen Plunder finden Suchende am Samstag auf dem Telliviski-Flohmarkt oder auf dem Markt Balti Jaama&nbsp;Turg.<o:p></o:p></SPAN></P> <P style="LINE-HEIGHT: 14.75pt; BACKGROUND: white"><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE" lang=DE>In der 400.000-Einwohner-Stadt lässt sich fast alles zu Fuß erreichen. Gerade bei gutem Wetter ist es aber schön, sich etwa bei <A href="http://www.citybike.ee/">Citybike</A> ein Fahrrad zu mieten und am Wasser und an alten Holzhäusern vorbei zum <A href="http://www.lauluvaljak.ee/eng/">Sängerfestgelände (estnisch: Lauluväljak)</A> zu fahren. Auf der muschelförmigen Bühne singen regelmäßig Chöre für bis zu 100.000&nbsp;Zuschauer.<o:p></o:p></SPAN></P> <P style="LINE-HEIGHT: 14.75pt; BACKGROUND: white"><SPAN style="mso-ansi-language: DE" lang=DE>Im Sommer lohnt sich ein Abstecher zum Strand von Pirita oder ein Picknick im Park des Kadriorg. 1718 ließ sich Zar Peter I. das Schloss mit Meeresblick 1718 bauen. Kunstfreunde sollten unbedingt das <A href="http://kumu.ee/en">KUMU</A> besuchen, das wie ein schwarzer Keil in den Schlosspark hinein ragt. In der obersten Etage finden wechselnde Ausstellungen von zeitgenössischen Künstlern statt. Zurück im Zentrum lockt das "<A href="http://ekkm-came.blogspot.com/">Contemporary Art Museum of Estonia</A>", das Werke von jungen Künstlern aus dem In- und Ausland präsentiert. Es existierte jahrelang als illegales Guerilla-Museum in einem alten Fabrikgebäude in der Nähe des Hafens und wurde im Kulturhauptstadtjahr institutionalisiert. So bleiben die provokanten Ausstellungen den Bürgern von Tallinn sowie den Touristen auch über 2011 hinaus&nbsp;erhalten.<o:p></o:p></SPAN></P> <P style="LINE-HEIGHT: 14.75pt; BACKGROUND: white"><SPAN style="mso-ansi-language: DE" lang=DE>Sueddeutsche.de GmbH<SPAN style="COLOR: black"><o:p></o:p></SPAN></SPAN></P>Lesen Sie den Artikel im Internet:<BR><A href="http://www.sueddeutsche.de/reise/staedtereise-nach-tallinn-in-estland-kunstvoll-feiern-1.1247577" target=_blank>www.sueddeutsche.de</A> Tue, 03 Jan 2012 14:18:47 GMT Sat, 21 Jan 2012 22:00:00 GMT http://www.estemb.de/startseite/presse/aid-1035 Tallinn 2011 zu Ende gegangen http://www.estemb.de/startseite/presse/aid-1031 <H1 style="MARGIN: auto 0cm"><SPAN style="FONT-SIZE: 12pt; FONT-WEIGHT: normal; mso-bidi-font-weight: bold"><A title='Audio Link: Das Filmfestival Tallinn 2011 und das Projekt "60 seconds of solitude..."' href="http://www.dradio.de/aod/?station=3&amp;broadcast=348876&amp;datum=20111223&amp;playtime=1324679520&amp;fileid=63992800&amp;sendung=348876&amp;beitrag=1637071&amp;"><SPAN class=colordkultur><SPAN style="COLOR: windowtext; TEXT-DECORATION: none; text-underline: none"><FONT class=alampealkiri2>Gegen die Kommerzialisierung des Kinos</FONT></SPAN></SPAN></A><?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" /><o:p></o:p></SPAN></H1> <H2 style="MARGIN: auto 0cm"><SPAN style="COLOR: black; FONT-SIZE: 12pt; FONT-WEIGHT: normal; mso-bidi-font-weight: bold"><FONT class=alampealkiri1>Die Performance "60 seconds of solitude in the year zero" am Ende von Tallinn 2011<o:p></o:p></FONT></SPAN></H2> <H3 style="MARGIN: auto 0cm"><SPAN style="COLOR: black; FONT-SIZE: 12pt; FONT-WEIGHT: normal; mso-bidi-font-weight: bold"><FONT face="Times New Roman">Von Matthias Kolb<o:p></o:p></FONT></SPAN></H3> <H3 style="MARGIN: auto 0cm"><I style="mso-bidi-font-style: normal"><SPAN style="COLOR: black; FONT-SIZE: 12pt; FONT-WEIGHT: normal; mso-bidi-font-weight: bold"><FONT face="Times New Roman">Deutschlandradio Kultur, 23.12.2011<o:p></o:p></FONT></SPAN></I></H3> <P><FONT size=3><FONT face="Times New Roman"><SPAN><STRONG>In diesem Jahr trug das estnische Tallinn ebenso wie das finnische Turku den Titel der Europäischen Kulturhauptstadt. Am Donnerstag ging "Tallinn 2011" mit einer Performance zu Ende, die die Kommerzialisierung des Kinos thematisierte: Nach der Premiere gingen Filmrolle und Projektor in Flammen auf.<o:p></o:p></STRONG></SPAN></FONT></FONT></P> <P><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE" lang=DE><FONT size=3 face="Times New Roman">Alles begann mit einem kleinen Buch. Der estnische Regisseur Veiko Ounpuu bekam überraschend Besuch von seinem Freund, dem Schauspieler Taavi Eelmaa. Eelmaa hatte 60 Thesen in einem Manifest niedergeschrieben, das die Kommerzialisierung des Alltags und des Films kritisierte. Veiko Õunpuu: <BR><BR></FONT><FONT size=3><FONT face="Times New Roman"><EM><SPAN class=textzitatdkultur1>"Eines Abends kam Taavi vorbei. Er war aufgekratzt und sehr glücklich. Er zeigte mir das Manifest und berichtete von seinem Plan: Er wollte einen Film machen und ihn sofort nach der Premiere verbrennen. Die Kunst sollte nur in der Erinnerung existieren. Ich fand die Idee sehr poetisch, und wir legten los."</SPAN><BR><BR></EM>Zwei Jahre später steht Õunpuu, dessen Film "Sügisball" 2007 in Venedig ausgezeichnet wurde, an einem Pier am Hafen von Tallinn: Der Wind pfeift von der Ostsee herüber, riesige Fähren laufen aus und Arbeiter überprüfen die zwölf mal 20 Meter große Leinwand sowie den Projektor, der in einem Ballon an einem Kran befestigt ist. Mithilfe der Stiftung Tallinn 2011 konnte das Projekt "60 seconds of solitude in the year zero" finanziert werden. Die 2000 Zuschauer harrten bei Minusgraden aus. Den Initiatoren passt das ins Konzept: Kino soll den Betrachter herausfordern, verstören, inspirieren - und Filme nicht einfach konsumiert werden. Weltweit sei solch neoliberales Denken verbreitet, doch die estnische Gesellschaft sei besonders infiziert, sagt der 39-jährige Õunpuu. Auf Filmfestivals, per Telefon und per Email präsentierten Taavi Eelmaa, Veiko Õunpuu und ihr Team das Projekt und suchten nach Regisseuren, die ihre Überzeugung teilten und bereit waren, einen einminütigen Film beizusteuern. Veiko Õunpuu: <BR><BR></FONT></FONT><FONT size=3><FONT face="Times New Roman"><EM><SPAN class=textzitatdkultur1>"Wir stellten zunächst eine Liste auf mit unseren zwanzig Lieblingsregisseuren. Viele mochten die Idee, etwa Aki Kaurismäki oder Béla Tarr aus Ungarn, doch leider waren sie mit anderen Projekten beschäftigt. Also wurde der Kreis erweitert. Am Ende habe ich alle Filme zusammengesetzt."</SPAN><BR><BR></EM>Zu den berühmten Teilnehmern zählen neben Tom Tykwer der Iraner Rafi Pitts, Brillante Mendoza von den Philippinen sowie die Koreaner Park Chan-Wook und Jee-woon Kim. Unter den Filmemachern, die zur Premiere nach Tallinn gereist sind, ist auch die Japanerin Naomi Kawase, deren Werke oft in Cannes gezeigt werden. Für ihren Beitrag hat sie unter anderem ihren Sohn gefilmt:<BR><BR><SPAN class=textzitatdkultur1><EM>"Ich mochte das Projekt von Anfang an. Ich bin sehr gespannt, wie mein Sohn reagiert, wenn er sich selbst auf der großen Leinwand sieht - und wie lange er sich an diesen Moment erinnern wird."</EM></SPAN> <BR><BR>Die Ansätze der 55 Regisseure waren sehr verschieden: Auf Naturbilder folgte eine Lovestory aus Asien, auf wacklige Handybilder der Auszug aus einem Spielfilm. Zusammengehalten wurde "60 seconds of solitude in the year zero" durch die Musik einer Live-Band auf einem Schiff. Und dann, gegen halb zehn Uhr abends, kam das Feuer. Zunächst ging der Projektor in Flammen auf, dann entzündete ein Pyrotechniker die Zelluloid-Filmrolle. Funken sprühten, die Zuschauer klatschten, aus Lautsprechern ertönte eine Frauenstimme: <BR><BR></FONT></FONT><FONT size=3><FONT face="Times New Roman"><EM><SPAN class=textzitatdkultur1>"Everything is fine in heaven"</SPAN><BR><BR></EM>Und alle Augen richten sich auf die Leinwand. Doch anstatt umzukippen, blieb sie stehen. Organisator Veiko Õunpuu wollte sich über die technische Panne nicht aufregen. Der Regisseur ärgerte sich mehr über die im Vorfeld geäußerte Kritik, es sei geschmacklos, Kunstwerke zu verbrennen:<BR><BR></FONT></FONT><FONT size=3><FONT face="Times New Roman"><EM><SPAN class=textzitatdkultur1>"Diese Leute argumentieren, dass schon die Nazis Kunst und Bücher verbrannt haben. Aber das lässt sich doch nicht vergleichen. Wir sind Künstler, wir haben diese Werke geschaffen und haben beschlossen, sie anzuzünden, weil wir darin Schönheit finden. Wir wollen verhindern, dass Film zu einem Konsumgut oder einem Merchandiseprodukt verkommt."</SPAN><BR><BR></EM>Der 39-Jährige hofft, mit der Performance und dem Manifest einen Denkanstoß gegeben zu haben. Neoliberales Denken sei weltweit verbreitet, doch seine Heimat Estland sei besonders infiziert, so Õunpuu:<BR><BR></FONT></FONT><FONT size=3><FONT face="Times New Roman"><EM><SPAN class=textzitatdkultur1>"Ich bin in der Sowjetunion aufgewachsen. Dieses System war schlecht, keine Frage, aber in Estland hat sich nach dem Zerfall der UdSSR alles um 180 Grad gedreht. Es geht nur noch um Geld, Gewinne und Geschäftsideen."</SPAN><BR><BR></EM>"60 seconds of solitude in the year zero" war nicht die einzige Veranstaltung im Programm von "Tallinn 2011", die am positiven Image von "Estonia" kratzte. Nach außen präsentiert sich Estland als technikaffines Land mit niedrigen Staatsschulden, in dem Skype erfunden wurde und wo sogar online gewählt wird. An die Tatsache, dass es weiterhin Probleme mit der Integration der russischsprachigen Minderheit, mit Aids und Arbeitslosigkeit gibt, erinnert seit Jahren das Theaterensemble NO 99. Im Rahmen von Tallinn 2011 zeigte NO 99 eine Koproduktion mit den Münchner Kammerspielen und baute ein Theater auf Stroh auf, in dem Lesungen, Gastspiele und Diskussionen stattfanden. Intendant Tiit Ojasoo wollte einen Treffpunkt schaffen, wo die Bürger miteinander ins Gespräch kommen können. Die Tallinner, so Ojasoos Wunsch, sollen sich daran erinnern, dass ihnen die Stadt gehört und Konsum nicht alles ist. <BR><BR></FONT></FONT><FONT size=3><FONT face="Times New Roman"><EM><SPAN class=textzitatdkultur1>"Jeder Mensch soll sich hier wohl fühlen. Er kann Tischtennis spielen oder nur in der Sonne liegen, niemand muss etwas konsumieren. Wer möchte, kann sich natürlich ein Bier kaufen, aber es gibt keine Verpflichtung."</SPAN><BR><BR></EM>Wenn solche Gedanken über 2011 hinaus im Bewusstsein der Esten erhalten bleiben, dann ist es nicht tragisch, wenn auch mal wegen einer technischen Panne eine Leinwand nicht umfällt.<BR><BR>Lesen Sie den Artikel im Internet:<BR><o:p><A href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/1637071/" target=_blank>www.dradio.de</A></o:p></FONT></FONT></SPAN></P> Fri, 23 Dec 2011 10:30:29 GMT Sat, 21 Jan 2012 22:00:00 GMT http://www.estemb.de/startseite/presse/aid-1031 Süddeutsche: Ein Jahr Euro in Estland http://www.estemb.de/startseite/presse/aid-1030 <P style="LINE-HEIGHT: 13.2pt; MARGIN: 0cm 0cm 0pt; BACKGROUND: white; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto; mso-outline-level: 3" class=MsoNormal><SPAN style="COLOR: #333333; mso-ansi-language: DE" lang=DE>Euro-Jubiläum im Baltikum <BR><?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" /><o:p></o:p></SPAN></P> <P style="LINE-HEIGHT: 13.2pt; MARGIN: 0cm 0cm 0pt; BACKGROUND: white; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto; mso-outline-level: 3" class=MsoNormal><SPAN style="COLOR: #333333; mso-ansi-language: DE; mso-bidi-font-weight: bold" lang=DE><BR><FONT class=alampealkiri2><FONT class=alampealkiri1>Estlands verflixtes erstes Jahr<BR></FONT><BR>Von Matthias Kolb, Tallinn<BR>Süddeutsche Zeitung<BR><o:p></o:p></FONT></SPAN></P> <P style="LINE-HEIGHT: 14.75pt; MARGIN: auto 0cm; BACKGROUND: white" class=entry-summary><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE" lang=DE><STRONG>Ein Jahr Euro in Estland: Der Finanzminister, den sie das Krokodil nennen, freut sich über rasantes Wachstum und in der Schuldenkrise ist das Land ein Verbündeter Deutschlands. Doch das Volk klagt über hohe Preise. <o:p></o:p></STRONG></SPAN></P> <P style="LINE-HEIGHT: 14.75pt; BACKGROUND: white"><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE" lang=DE>Selten verbrachte Feliks Mägus so viel Zeit in der Lobby seines Designhotels wie in diesem Jahr. Wann immer der Manager an der Rezeption die Zahlen prüfte, war das Nordic Forum am Rand der Altstadt von Tallinn gut gebucht. "2011 war ein Rekordjahr für <A href="http://www.sueddeutsche.de/thema/Estland">Estlands</A> Tourismusbranche", sagt Mägus, der Chef des Hotel- und Gaststättenverbands. Bis Oktober reisten mehr als 1,5 Millionen Touristen an die Ostsee, darunter fast 100.000 Deutsche. <A href="http://www.sueddeutsche.de/geld/estland-beitritt-zur-euro-zone-von-glueckwuenschen-und-beileidsbekundungen-1.1041813">Seit Estland im Januar 2011 den Euro eingeführt hat</A>, müssen Ausländer keine Estnischen Kronen tauschen. Sie können Preise besser vergleichen. Die Balten profitieren vom Image als Euro-Musterschüler: "Viele Gäste wollen das Land sehen, das in der Krise alle Regeln einhält", so&nbsp;Mägus.<o:p></o:p></SPAN></P> <P style="LINE-HEIGHT: 14.75pt; BACKGROUND: white"><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE" lang=DE>Im achten Stock des Finanzministeriums wacht Jürgen Ligi über die Einnahmen und Ausgaben des estnischen Staats. Der 52-Jährige kennt <A href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/estland-die-euro-stars-aus-tallinn-1.1120477">die vielen Medienbeiträge, die Estland mit seinen 1,4 Millionen Einwohnern als Gegenstück zu Griechenland, Italien und Portugal präsentieren.</A> Mit 6,6 Prozent hat die Baltenrepublik die niedrigste Staatsverschuldung aller Euro-Mitglieder. Die Zentralbank hat für 2011 ein Wirtschaftswachstum von 7,9 Prozent&nbsp;errechnet.<o:p></o:p></SPAN></P> <P style="LINE-HEIGHT: 14.75pt; BACKGROUND: white"><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE" lang=DE>Finanzminister Ligi gibt sich im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung zufrieden: "Die Regierung hat es nie bereut, der Eurozone beigetreten zu sein. Das Vertrauen des Auslands in Estland ist gestiegen und wurde nicht enttäuscht." Allein in der ersten Jahreshälfte überwiesen Investoren mehr als 850 Millionen <A href="http://www.sueddeutsche.de/thema/Euro">Euro</A> nach&nbsp;Estland.<o:p></o:p></SPAN></P> <P style="LINE-HEIGHT: 14.75pt; BACKGROUND: white"><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE" lang=DE>Kopfzerbrechen bereitet Ligi die Schuldenkrise: Obwohl die Probleme in <A href="http://www.sueddeutsche.de/thema/Gro%C3%9Fbritannien">Großbritannien</A> und den USA nicht weniger gravierend seien, stehe leider die Eurozone im Fokus. Angst vor zu viel Einfluss der Deutschen hat er nicht: "Ich fürchte eher, dass die deutsche Dominanz zu schwach&nbsp;ist."<o:p></o:p></SPAN></P> <P style="LINE-HEIGHT: 14.75pt; BACKGROUND: white"><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE" lang=DE>Ligi sieht Bundeskanzlerin Angela Merkel als Verbündete und fordert Berlin auf, "mutig für Haushaltsdisziplin einzutreten". Für Ligi und Ministerpräsident Andrus Ansip ist Fiskaldisziplin entscheidend für das Image eines Staates. Anders als Lettland zahlte Estland in den Boomjahren mit zweistelligen Wachstumsraten zwischen 2000 und 2007 seine Überschüsse in einen Stabilisierungsfonds ein, der ein Neuntel des Bruttoinlandsprodukts&nbsp;umfasst.<o:p></o:p></SPAN></P> <P style="LINE-HEIGHT: 14.75pt; BACKGROUND: white"><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE" lang=DE>Als Estlands Wirtschaft 2009 um 14 Prozent einbrach, erhöhte Ansip die Steuern und kürzte den Staatshaushalt, um den Maastricht-Vertrag und die Kriterien für die Euro-Einführung zu erfüllen. Trotz des Sparkurses und einer Arbeitslosigkeit von knapp 14 Prozent wurde seine Reformpartei im März als stärkste politische Kraft bestätigt. Der Lohn für den stets modisch gekleideten Ligi: Das Magazin The Banker kürte ihn 2010 zum <A href="http://www.sueddeutsche.de/thema/Finanzminister">Finanzminister</A> des Jahres. Er bekam den Spitznamen Krokodil verpasst, weil er so vehement für Kürzungen&nbsp;warb.<o:p></o:p></SPAN></P> <P style="LINE-HEIGHT: 14.75pt; BACKGROUND: white"><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE" lang=DE>Nun gehört Sparsamkeit zum Markenkern Estlands, das sich zuvor als "E-Stonia" präsentiert. In Tallinn wurde der Internet-Telefondienst Skype erfunden, <A href="http://www.sueddeutsche.de/digital/microsoft-kauft-skype-steve-ballmer-setzt-auf-risiko-1.1095563">den Microsoft für 8,5 Milliarden Dollar gekauft hat</A>, und schon 1997 wurden alle Schulen ans World Wide Web angeschlossen und eine schlanke Verwaltung aufgebaut. Heute werden 93 Prozent aller Steuererklärungen online abgegeben, Bustickets per Handy bezahlt und der Staat hat den Zugang zum Internet als Menschenrecht&nbsp;festgeschrieben.<o:p></o:p></SPAN></P> <P style="LINE-HEIGHT: 14.75pt; BACKGROUND: white"><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE" lang=DE>Der Internet-Unternehmer Priit Vimberg ist typisch für Estlands Start-Up-Szene. Mit 22 Jahren gründete er eine Firma, die Kaffeeautomaten importierte. Als sie Marktführer war, verkaufte er und stieg bei IT-Projekten ein. Nun konzentriert sich der 36-Jährige auf Yoga Systems: Die Firma bietet Hausbesitzern an, per Browser, Smartphone oder Fernseher die Temperatur zu verändern, Fenster zu öffnen oder Rollos herunterzulassen. 40 Prozent der Energiekosten ließen sich einsparen, sagt Vimberg, der sein Produkt 2012 mit einer Telekom-Firma in <A href="http://www.sueddeutsche.de/thema/Skandinavien">Skandinavien</A> auf den Markt bringt. In Indien, den Arabischen Emiraten und Amerika hat Yoga Systems&nbsp;Büros.<o:p></o:p></SPAN></P> <P style="LINE-HEIGHT: 14.75pt; BACKGROUND: white"><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE" lang=DE>Vimberg ist ein Euro-Fan: "Bisher war es schwer, als estnische Firma Zugang zu Investoren zu finden, weil viele unser Land nicht kannten." Da die Krone fest an die D-Mark und später an den Euro gekoppelt war, hat der Beitritt für Vimberg vor allem Symbolwert. "Der Euro war ein Ritterschlag. Die Leute merken, wie verlässlich wir sind", meint er. Griechen und Portugiesen fordert er zum Sparen auf: "Ihre Regierungen dürfen nicht mehr ausgeben als sie&nbsp;einnehmen."<o:p></o:p></SPAN></P> <P style="LINE-HEIGHT: 14.75pt; BACKGROUND: white"><STRONG><SPAN style="COLOR: #333333; mso-ansi-language: DE" lang=DE>"Politische Eliten halten Debatten für überflüssig“</SPAN><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE" lang=DE><o:p></o:p></SPAN></STRONG></P> <P style="LINE-HEIGHT: 14.75pt; BACKGROUND: white"><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE" lang=DE>Mit dem estnischen Modell einer Einheitssteuer lasse sich Steuerhinterziehung verhindern, da es keine Schlupflöcher gebe. Solange der Mindestlohn im Baltikum mit 1,80 <A href="http://www.sueddeutsche.de/thema/Euro">Euro</A> pro Stunde viel geringer sei als in Südeuropa, sieht er die Garantien für den Euro-Rettungsschirm EFSF&nbsp;kritisch.<o:p></o:p></SPAN></P> <P style="LINE-HEIGHT: 14.75pt; BACKGROUND: white"><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE" lang=DE>Finanzminister Ligi weiß, viele Bürger denken ähnlich. Dennoch hält er es für richtig, dass das Parlament im Herbst der Beteiligung am EFSF zugestimmt hat und <A href="http://www.sueddeutsche.de/thema/Estland">Estland</A> im Ernstfall mit bis zu 1,995 Milliarden Euro haftet. "Aus deutscher Sicht ist das wenig, aber im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt garantiert kein Euro-Land für eine höhere Summe", so Ligi. Anders als in Finnland ist in Estland keine europaskeptische Partei&nbsp;entstanden.<o:p></o:p></SPAN></P> <P style="LINE-HEIGHT: 14.75pt; BACKGROUND: white"><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE" lang=DE>Während Ältere der eigenen Währung nachtrauern, sind die Jüngeren solidarischer: Sie wissen, dass ihr Land über die EU-Strukturhilfen mehr Geld erhält als es nach Brüssel überweist. Für Unmut sorgen die hohen Lebenshaltungskosten: Oft wurden die Preise vor der Euro-Einführung erhöht und später aufgerundet. Da die Löhne stagnieren, wirkt die Teuerungsrate von 4,7 Prozent umso stärker - im Oktober stiegen die Preise EU-weit nur in <A href="http://www.sueddeutsche.de/thema/Gro%C3%9Fbritannien">Großbritannien</A>&nbsp;schneller.<o:p></o:p></SPAN></P> <P style="LINE-HEIGHT: 14.75pt; BACKGROUND: white"><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE" lang=DE>Viele Bürger dachten, dass der Euro die Inflation eindämmen würde", sagt Rainer Kattel von der Technischen Universität Tallinn. Den Politologen wundert, dass seine Landsleute den neoliberalen Kurs der Regierung klaglos akzeptieren. Weder Medien noch Gewerkschaften seien stark genug, um eine Diskussion darüber auszulösen, wie etwa die russischsprachige Minderheit besser integriert werden könnte. Oder ob der magere Sozialstaat nicht ausgebaut werden sollte. Es gelinge der liberal-konservativen Regierung gut, ihr Vorgehen als alternativlos darzustellen - und die Mehrheit der Wähler vertraue dem&nbsp;Staat.<o:p></o:p></SPAN></P> <P style="LINE-HEIGHT: 14.75pt; BACKGROUND: white"><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE" lang=DE>Für den 37-jährigen Kattel entwickelt sich Estlands Politikstil zum Modell für andere Länder der Region: "Es dominiert der Pragmatismus. Es werden Ziele vorgegeben, denen alles untergeordnet wird." Die Politiker seien auf Zahlen fixiert - über eine Zukunftsvision werde nicht diskutiert. Kattel bilanziert skeptisch: "Es ist für ein Land nicht gut, wenn die politischen Eliten Debatten als überflüssig&nbsp;erachten."<o:p></o:p></SPAN></P> <P style="LINE-HEIGHT: 14.75pt; BACKGROUND: white"><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE" lang=DE>Immer mehr junge Esten antworten auf ihre Art: Die Zahl der Geburten ist rückläufig und viele Akademiker suchen im Ausland nach Jobs. Experten schätzen, dass allein in <A href="http://www.sueddeutsche.de/thema/Skandinavien">Skandinavien</A> 100.000 Esten arbeiten. Auch die Tochter von Hotelmanager Feliks Mägus hat ihre Heimat für ein Studium verlassen. Sie wisse noch nicht, ob sie zurückkomme, meint der Vater. Nachdenklich sagt er: "Es ist nicht schlimm, wenn junge Leute im Ausland Erfahrungen sammeln. Aber wir haben ein Problem, wenn sie zu Hause keine Perspektive mehr&nbsp;sehen."<o:p></o:p></SPAN></P> <P style="LINE-HEIGHT: 14.75pt; BACKGROUND: white"><SPAN style="COLOR: black; mso-ansi-language: DE" lang=DE>Süddeutsche.de GmbH, 30.12.2011<BR>Quelle: (SZ vom 30.12.2011/jab)<o:p></o:p></SPAN></P> <P style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" class=MsoNormal>Lesen Sie im Internet:<BR><A href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/euro-jubilaeum-im-baltikum-estlands-verflixtes-erstes-jahr-1.1246868" target=_blank>http://www.sueddeutsche.de</A> </P> Fri, 30 Dec 2011 08:44:21 GMT Sat, 21 Jan 2012 22:00:00 GMT http://www.estemb.de/startseite/presse/aid-1030 Botschafter Laanemäe zu Besuch in Göttingen http://www.estemb.de/startseite/presse/aid-1026 Der estnische Botschafter Dr. Mart Laanemäe war am 30. September 2011 Gast der Göttinger Europagespräche, und hat in Göttingen einen Vortrag über Estland gehalten. Fri, 30 Sep 2011 11:44:04 GMT Sat, 21 Jan 2012 22:00:00 GMT http://www.estemb.de/startseite/presse/aid-1026 Botschafter Laanemäe zu Besuch im Kreis Plön http://www.estemb.de/startseite/presse/aid-1024 <BR> <P style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" class=MsoNormal><FONT class=alampealkiri2>Die Einladung zu einer Vortragsveranstaltung in Kiel nutzte der Botschafter der Republik Estland, Dr. Mart Laanemäe, für einen Kurzbesuch im Kreis Plön.</FONT></P> <P style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" class=MsoNormal><?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" /><o:p>&nbsp;</o:p></P> <P style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" class=MsoNormal><EM>Ostholsteiner Anzeiger, 2. Dezember 2011<BR></EM><BR></P> <P style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" class=MsoNormal><o:p>&nbsp;</o:p></P> <P style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" class=MsoNormal>Plön. In einem Gespräch mit Landrätin Stephanie Ladwig ging es um die mögliche Weiterentwicklung der bestehenden Partnerschaft des Kreises Plön zum estnischen Kreis Lääne-Virumaa, aus dem der Botschafter ursprünglich kommt.<BR><BR>An dem Gespräch nahmen neben der Landrätin auch der Vorsitzende der Freundschaftsgesellschaft Schleswig-Holstein-Estland im Kreis Plön, Karl-Heinz Appel, sein Stellvertreter Gerhard Radtke und Björn Demmin von der Kreisverwaltung teil. Vor dem Gespräch mit der Landrätin führte Karl-Heinz Appel den Botschafter durch die Altstadt Plöns und erklärte ihm dabei den historischen Stadtkern, die Nikolaikirche und die wechselvolle Geschichte des Schlosses und seiner Herzöge. Die Stadtführung wurde abgerundet durch einen Besuch bei Bürgermeister Jens Paustian.<BR><BR>Beim gemeinsamen Mittagessen im Pförtnerhaus vor dem Schloss Plön erwies sich Dr. Mart Laanemäe als Kenner Deutschlands und berichtete über seine Vita. Von 1987 bis 1989 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Metallforschung in Stuttgart und promovierte im Fach Chemie an der dortigen Universität. Später trat er dann in den diplomatischen Dienst seines Landes ein, der ihn nun zum ersten Mal nach Plön führte.<BR><BR>Im Gespräch wurden anschließend Informationen über die Struktur des Kreises Plön mit seinen Ämtern und Gemeinden, die bestehende Partnerschaft mit ihren Unterpartnerschaften und allgemeine Fragen zur Wirtschaft und zu Europa ausgetauscht. Der estnische Botschafter hob dabei hervor, dass die Plöner Partnerschaft mit ihren einzelnen kommunalen Unter- wie auch Schulpartnerschaften schon einzigartig ist gegenüber anderen Partnerschaften, die zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Estland bestehen.<BR><BR>Abschließend kündigte der Botschafter an, dass es schon bald ein erneutes Treffen im Kreis Plön geben könnte, denn die Außenministerkonferenz der Ostseeanrainerstaaten wird voraussichtlich im Februar 2012 im Schloss Plön stattfinden. Dr. Laanemäe würde den estnischen Außenminister zu diesem Anlass begleiten und sich freuen, die neuen Kontakte in die Herzogstadt pflegen zu können. (oha)</P> <P style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" class=MsoNormal><o:p><FONT size=3 face="Times New Roman">&nbsp;</FONT></o:p></P> <P style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" class=MsoNormal><A href="http://www.shz.de/nachrichten/lokales/ostholsteiner-anzeiger/artikeldetails/article/111/estnischer-botschafter-zu-gast-bei-der-landraetin.html">Zum Artikel im Netz</A></P><div class="img"> <a href="http://www.estemb.de/static/files/030/laanemae_in_ploen_nov2011.jpg" target="_blank"><img style="padding:5px;border:0" src="http://www.estemb.de/static/files/030/t_laanemae_in_ploen_nov2011.jpg" /></a></div> Fri, 02 Dec 2011 12:20:53 GMT Sat, 21 Jan 2012 22:00:00 GMT http://www.estemb.de/startseite/presse/aid-1024 Interview mit Präsident Ilves - www.derbund.ch http://www.estemb.de/startseite/presse/aid-1021 <H2 style="MARGIN: auto 0cm"><SPAN style="FONT-SIZE: 14pt; FONT-WEIGHT: normal; mso-bidi-font-weight: bold"><FONT class=alampealkiri1>Es ist nicht nachhaltig, wenn mit Betrügen fortgefahren wird</FONT></SPAN></H2> <H5 style="MARGIN: auto 0cm"><SPAN style="FONT-SIZE: 12pt"> <H5 style="MARGIN: auto 0cm"><SPAN style="FONT-SIZE: 12pt; FONT-WEIGHT: normal; mso-bidi-font-weight: bold"><FONT face="Times New Roman">Von Rudolf Burger. Aktualisiert am 10.12.2011 <?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" /><o:p></o:p></FONT></SPAN></H5></SPAN>Das Ergebnis des EU-Gipfels sei ein «grosser Fortschritt», sagt der estnische Präsident Toomas Ilves. Estland sieht er als EU-Musterknaben. </H5> <H4 style="MARGIN: auto 0cm">Toomas Hendrik Ilves</H4> <P>Toomas Hendrik Ilves, Jahrgang 1953, wurde in Stockholm geboren, wuchs aber im US-Staat New Jersey auf. Er studierte Psychologie und arbeitete danach als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Columbia University in New York. Von 1979–1981 war er stellvertretender Direktor und Englischlehrer an einer Schule in New Jersey, danach bis 1983 Direktor eines Kunstzentrums in Vancouver. Von 1983 bis 1984 lehrte er estnische Literatur an der Simon-Fraser-Universität in Vancouver, von 1984 bis 1993 arbeitete er für den estnischen Dienst von Radio Freies Europa in München. 1993 wurde er estnischer Botschafter für die USA, Kanada und Mexiko, 1996 Aussenminister, 1998 Vorsitzender des North Atlantic Institute, 1999 wieder Aussenminister, 2002 Mitglied des estnischen Parlaments und 2004 Mitglied des Europa-Parlaments und 2006 schliesslich Präsident Estlands. Toomas Hendrik Ilves ist verheiratet und Vater dreier Kinder. </P> <P><STRONG>Herr Präsident, in der Nacht auf Freitag haben sich die EU-Länder auf eine Verschärfung der Haushaltskontrollen geeinigt. Estland ist dabei, aber vier EU-Mitglieder haben sich verweigert. Sind Sie trotzdem zufrieden mit dem Ergebnis? </STRONG></P> <P>Ja. Dieser Kompromiss zwischen 17 Euroländern und 6 weiteren EU-Staaten ist ein grosser Fortschritt. Jede Vereinbarung, die Regeln aufstellt, die von allen eingehalten werden sollten, ist positiv. Es ist Zeit, kollektive Verantwortung für die Fehler zu übernehmen, die von einigen EU-Mitgliedern gemacht wurden. Das ist der einzige Weg, um aus der gegenwärtigen Schulden- und Finanzkrise herauszukommen. </P> <P><STRONG>Dieser Kompromiss steuert aber auf ein Europa der 23 statt 27 hin. </STRONG></P> <P>Es ist ziemlich sicher, dass mindestens Schweden und Tschechien dieser Vereinbarung beitreten werden.</P> <P><STRONG>Sehen Sie selber die EU in einer Krise?</STRONG></P> <P>Es gibt die Schulden- und Finanzkrise. Europa kann nur gerettet werden, wenn Politiker und Bürger die Verantwortung teilen. Die Politiker müssen die Entscheidungen vermitteln, die zur Bewältigung der Krise unvermeidlich sind. </P> <P><STRONG>Seit 2004 ist Estland Mitglied der EU. In der Abstimmung damals waren zwei Drittel der Bevölkerung für den Beitritt. Wäre das Ergebnis heute immer noch das gleiche?</STRONG></P> <P>Estland hat immer noch eine der höchsten Zustimmungsraten zur EU. Klar gibt es Probleme, aber ich bin sicher, dass die Schweiz über die EU anders denken würde, wenn ihr Nachbar ein riesiges Land mit 800 Millionen Einwohnern wäre.</P> <P><STRONG>Heisst das, dass Sie der Schweiz den Beitritt zur EU empfehlen würden?</STRONG></P> <P>Als ein Land, das sich jahrzehntelang mit den Empfehlungen anderer Leute auseinandersetzen musste, empfehlen wir niemandem etwas.</P> <P><STRONG>Ist die Mitgliedschaft in der EU einer der Gründe für die gute wirtschaftliche Entwicklung?</STRONG></P> <P>Ich glaube, der Grund für unsere sehr gute wirtschaftliche Leistung ist der, dass wir die Regeln einhalten. Leider sind es nur noch wenige Länder, die das tun. Es ist eine sehr gute Idee, das jährliche Haushaltsdefizit unter drei Prozent und die Staatsschulden unter 60 Prozent des Bruttoinlandprodukts zu halten. Wenn diese Regeln von allen befolgt würden, hätten wir keine Probleme.</P> <P><STRONG>Estland hält die Regeln ein – da gehören Sie zu einer Minderheit. </STRONG></P> <P>Das ist das fundamentale Problem der EU. Sie hat während 50 Jahren gut funktioniert, basierend auf Demokratie, Rechtsstaat, Menschenrechten und Freiheit. Das ist nicht genug, man muss auch beschlossene Regeln einhalten. Wir in Estland halten uns an die Regeln punkto Haushaltsdefizit und Schulden, weil die kleinen Länder viel mehr darauf angewiesen sind als die grossen Länder.</P> <P><STRONG>Auch Deutschland und Frankreich, die beiden Grossmächte in der EU, verstossen gegen diese Regeln. </STRONG></P> <P>Das wissen wir. Aber Estland hält diese Regeln ein, genauso wie Finnland, Schweden, Dänemark und Polen. Das Problem ist: Wie fahren wir fort, wenn ein grosser Teil der EU die Regeln missachtet? Wenn ein Land seine Zustimmung zu Massnahmen gibt, und wir, die wir arm sind, diesem Land Geld geben, aber die Versprechen nicht eingehalten werden, wird das zur grössten Bedrohung für die EU. Es ist nicht nachhaltig, wenn mit Betrügen fortgefahren wird.</P> <P><STRONG>Kroatien, Serbien, die Türkei möchten der EU beitreten. Sollte sich die EU nicht vorerst in den bisherigen Grenzen stabilisieren?</STRONG></P> <P>Wir sind sehr für die Erweiterung. Kroatien hat den Beitrittsvertrag unterzeichnet. Meine Sorge ist, dass sich die Erweiterung für lange Zeit verlangsamt. Die Stimmung ist gegen die Türkei. Das ist ein grosser Fehler, es ist das dynamischste Land im Bereich der EU. </P> <P><STRONG>Sogar dynamischer als Estland?</STRONG></P> <P>Der Unterschied liegt in der Grösse. Die Haltung, diese Türken wollen wir nicht, ist sehr kurzsichtig und wird uns noch schaden. Wir brauchen auch Serbien unbedingt in der EU, um im Balkan Frieden und Stabilität zu garantieren. Leider ist die Stimmung im Moment aber so, dass nach dem Beitritt Kroatiens für Erweiterungen der politische Wille fehlt.</P> <P><STRONG>Estland hat grosse wirtschaftliche Fortschritte gemacht. Ihre Wirtschaftspolitik wird manchmal als «neoliberal» bezeichnet.</STRONG></P> <P>Das ist ein marxistischer Begriff. Wir haben ein ökonomisches System, das davon ausgeht, dass Reichtum basierend auf dem Geld anderer Leute nicht real ist. </P> <P><STRONG>Sie haben bei den Steuern die Flatrate eingeführt. Jedermann bezahlt 21 Prozent seines Einkommens. Hat sich das bewährt?</STRONG></P> <P>Flatrate-Steuern führen dazu, dass sich am Anfang die Bezahlung von Steuern dramatisch verbessert. Ich bin nicht sicher, ob das auch heute noch relevant ist. Unser wirtschaftlicher Erfolg gründet darauf, dass er nicht auf Schulden basiert. Wir haben keine populistische Regierung gehabt, die Pseudo-Sozialprogramme lancierte. «Pseudo» heisst: Programme werden nicht durch Steuereinnahmen, sondern durch massive Schulden finanziert. Die Leute arbeiten hart. </P> <P><STRONG>Spielt auch die elektronische Revolution eine Rolle?</STRONG></P> <P>Die IT-Industrie macht fünf Prozent des Bruttosozialprodukts aus, dass aber Computer-Technologie überall zum Einsatz kommt, hat zu Effizienz, wenig Korruption und Transparenz beigetragen. Das sind Dinge, auf die es ankommt.</P> <P><STRONG>Ihre Arbeitslosenrate ist immer noch sehr hoch, zehn Prozent. Was wird dagegen unternommen?</STRONG></P> <P>Während der wirtschaftlichen Blase waren wir unter vier Prozent. Jetzt setzen wir auf Weiterbildungsprogramme. Wir müssen den Leuten zu neuen Fähigkeiten verhelfen, wenn sie mit den alten nicht mehr weiterkommen. </P> <P><STRONG>Wenn es um den ökonomischen Erfolg geht, ist gelegentlich die Rede von den «baltischen Tigern». Das muss Ihnen gefallen. </STRONG></P> <P>Nicht wirklich, von «Tigern» zu reden, ist bei der gegenwärtigen Wirtschaftslage überall in der Welt schwierig. Wir geschäften in Estland etwas anders als in anderen Teilen Europas, aber ähnlich wie die Finnen. </P> <P><STRONG>Ist das das Land, dass Ihnen am nächsten steht?</STRONG></P> <P>Wir sind sprachlich miteinander verbunden. Finnisch zu Estnisch verhält sich wie Deutsch zu Schweizerdeutsch: Wir verstehen uns, können aber die andere Sprache nicht sprechen. </P> <P><STRONG>Estland hat vor einem Jahr den Euro eingeführt. War das eine gute Idee?</STRONG></P> <P>Ja. Gegen unsere kleine Währung wurde spekuliert, und weil es in unsere Währung kein Vertrauen mehr gab, mussten Hausbesitzer ihre Hypotheken in Euro aufnehmen. Es gab sehr grossen Druck, unter anderem von Dominique Strauss-Kahn, unsere Währung abzuwerten. Das hätte die Zinsen für Euro-Hypotheken erhöht. Schliesslich hatten wir das Problem der Kapitalflucht. Durch die Einführung des Euros wurden alle diese Probleme gelöst, ausländische Direktinvestitionen in Estland erleichtert, und sofort gab es einen Wachstumsschub von etwa einem Prozent, weil die Kosten für das Geldwechseln wegfielen. </P> <P><STRONG>55 Prozent der Bevölkerung waren für die Einführung des Euros. Wäre das auch heute noch der Fall, nachdem Estland zwei Milliarden Euro für den Rettungsschirm für Länder wie Griechenland, Italien und Spaniens sprechen musste?</STRONG></P> <P>Das alles stimmt, aber unsere Unabhängigkeit hat einen Preis. Ich mache eine Analogie: Wir sind Mitglied der Nato. Einige Mitgliedsländer fragen sich, wieso man den Luftraum von Estland schützen müsse. Einziger Grund für diese Frage ist der: Diese Länder sind von anderen Nato-Ländern umgeben. Wenn man sich an der Nato-Aussengrenze befindet, ist das anders. Mit dem Euro ist das gleich: Klar, es gibt Probleme, klar, der Euro wird uns Geld kosten, aber was ist die Alternative? Die Einführung des Rubels? </P> <P><STRONG>Wohl kaum. Heisst das auch, dass Sie immer noch Probleme mit Ihrem grossen Nachbarn Russland haben? </STRONG></P> <P>Wir haben keine Probleme. Die haben viele Probleme. Aber lesen Sie einmal in den Zeitungen, welche Drohungen ausgesprochen werden. </P> <P><STRONG>Drohungen gegen wen? </STRONG></P> <P>Letzten Monat hat der russische Präsident am gleichen Tag gleich zweimal gesagt: Wir haben in Georgien interveniert, um die Vergrösserung der Nato zu verhindern. Am Mittwoch hat Sergei Lawrow, der russische Aussenminister, erklärt, wenn Georgien darauf bestehe, Nato-Mitglied zu werden, könne das einen neuen Krieg zur Folge haben. Zivilisierte Länder drohen andern nicht mit Krieg. Ich bin nicht paranoid, aber Sie würden auch nervös, wenn das jemand zu Ihnen sagen würde. </P> <P><STRONG>Gibt es immer noch Grenzkonflikte zwischen Estland und Russland? </STRONG></P> <P>Nein, die Grenzen sind bestimmt, aber die Russen wollen die Grenzverträge nicht unterzeichnen. Aber es gibt seit 1945 auch keinen Friedensvertrag zwischen Japan und Russland, und der norwegisch-russische Grenzvertrag wurde erst letztes Jahr unterzeichnet. Die Russen sind langsam, das dauert. </P> <P><STRONG>Ihr Kommentar zu den Wahlen in Russland letzte Woche? </STRONG></P> <P>Es gab schon früher Wahlen in Russland. Letzte Woche hat das russische Aussenministerium erklärt, die baltischen Staaten hätten sich 1940 freiwillig der Sowjetunion angeschlossen, es habe dazu ein Referendum gegeben. Das Dumme war, dass das Referendum in Lettland damals an einem Sonntag durchgeführt wurde, aber die Resultate in London schon am Samstag zuvor verkündet worden waren. Solchen Abstimmungen haben in Russland eine lange Tradition. </P> <P><STRONG>Im Prinzip sagen Sie: Russland ist noch keine Demokratie. </STRONG></P> <P>Ich würde sagen: Bis es ein Rechtsstaat ist, ist noch ein langer Weg – wie in vielen andern Ländern der Welt. </P> <P><STRONG>Was das Verhältnis mit dem Nachbarn für Sie schwierig macht, ist die Tatsache, dass rund ein Viertel der Bevölkerung Estlands russischstämmig ist und nun offenbar zu einer ökonomischen Unterklasse wird. </STRONG></P> <P>Sie waren das Herrenvolk (spricht dieses Wort im englisch geführten Interview auf Deutsch aus) während 50 Jahren und waren in der ganzen geschichtlichen Bedeutung des Wortes privilegiert. Jetzt, da sie keine Privilegien mehr haben, betrachten das manche Leute als Verlust.</P> <P><STRONG>Wieso ist Russisch in Estland keine offizielle Sprache? </STRONG></P> <P>Wieso sollten wir? Nehmen wir an: Wir besetzen Ihr Land, und nach 50 Jahren sagen wir, sie müssen Estnisch zu einer offiziellen Sprache machen. Eine Okkupationsmacht besetzt ein Land, deportiert Hunderttausende Menschen nach Sibirien und schickt eigene Leute in dieses Land. Und jetzt, da wir endlich unabhängig sind, soll die Sprache der Okkupationsmacht zur zweiten Landessprache werden? Stellen Sie mir keine lächerlichen Fragen! </P> <P><STRONG>Ihre Empfehlung ist also die: Wer russischer Abstammung ist, soll sich um die estnische Staatsbürgerschaft bemühen. </STRONG></P> <P>Ja, und das passiert. </P> <P><STRONG>In wie grosser Zahl?</STRONG></P> <P>8 Prozent der Bevölkerung sind Russen und sind nicht estnische Bürger, aber 25 Prozent sind ethnische Russen, Sie können die Rechnung anstellen. </P> <P><STRONG>Wie steht es mit dem bronzenen Kriegsdenkmal aus der Sowjetzeit mitten in Tallinn. Steht es immer noch dort?</STRONG></P> <P>Nein, es ist auf einen Militärfriedhof umplatziert worden. </P> <P><STRONG>In einem Interview mit dem «Spiegel» im Jahr 2007 haben Sie erklärt, es wäre besser, dieses Denkmal an Ort und Stelle zu belassen.</STRONG></P> <P>Zu der Zeit hätte ich es wahrscheinlich nicht umplatziert. Aber im Prinzip war das ein Monument für die Okkupanten. Sie können sich vorstellen, dass es unter Esten nicht sehr beliebt war. Aber ich verstehe Ihre Obsession mit Russland nicht. Es ist ein ziemlich irrelevanter Teil unseres Lebens, unser Handel mit Russland macht nur 8 Prozent aus, der Handel mit der EU 75 Prozent. Unsere politischen Fragen drehen sich um die EU. </P> <P><STRONG>Wir Schweizer sind manchmal von unserem grossen Nachbarn Deutschland besessen.</STRONG></P> <P>Ich könnte ein ganzes Interview führen, ohne das R-Wort zu gebrauchen. Ich bin ein Anhänger des amerikanischen Soziologen Daniel Patrick Moynihan, der von der gütigen Nichtbeachtung (benign neglect) sprach. Lassen wir die Russen, wenn sie Probleme mit der Demokratie haben, sollen sie sie lösen. Estland muss sich nicht in ihre inneren Angelegenheiten einmischen. Die sollen tun und lassen, was ihnen gefällt. </P> <P><STRONG>Herr Ilves, Sie waren am Donnerstag in Bern. Was war der Zweck ihres Besuchs in der Schweiz?</STRONG></P> <P>Es ist Teil unserer bilateralen Beziehungen, über Angelegenheiten zu reden, bei denen wir zusammenarbeiten. Präsidentin Calmy-Rey war zweimal in Estland, also war ich jetzt am Zug. Natürlich gibt es grosse Unterschiede zwischen Estland und der Schweiz, angefangen damit, dass Sie Berge haben und wir keine. </P> <P><STRONG>Der höchste Hügel in Estland ist 300 Meter hoch . . .</STRONG></P> <P>. . . 355. (lacht). Aber bei uns gibt es das Meer. Bei meinen Besuchen, nicht nur in der Schweiz, berichte ich über den Gang der Dinge in Estland. Wir haben im August dieses Jahres den 20. Jahrestag der Wiederherstellung unseres Landes gefeiert. Vor 20 Jahren waren wir ein armer, zurückgebliebener Teil der Sowjetunion, jetzt sind wir viel weiter. Wir haben den Euro eingeführt und sind eines der wenigen Länder, das die Maastricht-Kriterien einhält. Wir haben keine Schulden, wir sind ziemlich erfolgreich.</P> <P><STRONG>Haben die Schweiz und Estland als kleine Länder etwas gemeinsam?</STRONG></P> <P>Ja, um erfolgreich zu sein, sind kleine Volkswirtschaften exportorientiert, weil die heimischen Märkte fürs Überleben nicht gross genug sind. Wer exportorientiert ist, befürwortet liberale Handelsregimes. Die Frage der Grösse war für uns ein Grund, weshalb wir mit E-Government und E-Voting vorwärts gemacht haben. Da waren wir Pioniere. Das habe ich mit Präsidentin Calmy-Rey besprochen, mit all den Referenden würde E-Voting das Leben vereinfachen. </P> <P><STRONG>Eine persönliche Frage: Sie sind in den USA ausgebildet worden und arbeiteten später für Radio Freies Europa. Haben Sie damals je daran geglaubt, dass Estland unabhängig werden könnte?</STRONG></P> <P>In der Endphase schon. Von etwa 1987 bis 1991 hielt man mich für verrückt, weil ich dachte, dass die Sowjetunion zerfallen könnte. 1986 zitierte mich der Direktor von Radio Freies Europa in sein Büro und sagte mir: «Ich mag Ihre Analysen, aber es ist hoffnungslos. Estland wird nie unabhängig werden. Sie vergeuden Ihr Talent.» Ich antwortete, ich würde an die Unabhängigkeit Estlands glauben, die fehlende ökonomische Nachhaltigkeit könne dazu führen, dass die Sowjetunion zusammenbrechen und Estland unabhängig werden könnte. Aber 1982, 83, 84 unter Breschnew sah es noch ziemlich schlecht aus.</P> <P><STRONG>Es war in Ihrem Lebenslauf nicht vorgesehen, dass Sie Aussenminister oder Präsident werden würden.</STRONG></P> <P>Nein, das war nicht Teil des Planes. </P> <P><STRONG>Sie waren früher Aussenminister, jetzt Präsident – ohne viel Macht.</STRONG></P> <P>Nein, unsere Verfassung ist nach jener Deutschlands geformt. Ich habe politisch nur ganz wenig Macht, es ist eher eine intellektuelle Verpflichtung. Ich glaube, ich habe als Präsident mehr Essays und Reden geschrieben als zu den Zeiten, als ich meinen Lebensunterhalt noch mit Schreiben verdiente.</P> <P><STRONG>Schreiben Sie Ihre Reden selber? Das wäre für einen Präsidenten sehr ungewöhnlich. </STRONG></P> <P>Stimmt nicht. Vaclav Havel, der ehemalige Präsident Tschechiens, hat seine Reden selber geschrieben. Ich betrachte das als Teil meines Jobs und versuche, Debatten über grundsätzliche Fragen der Innen- und Aussenpolitik anzustossen. Irgendjemand hat einmal gesagt: Der Premierminister muss für mein Portemonnaie sorgen, der Präsident meine Seele bereichern. Das ist eine gute Beschreibung meiner Aufgabe. <SPAN class=idcode>(Der Bund)</SPAN></P> <P style="MARGIN: auto 0cm" class=publisheddate>Erstellt: 10.12.2011, 09:10 Uhr</P><BR><A href="http://www.derbund.ch/ausland/europa/Es-ist-nicht-nachhaltig-wenn--mit-Betrgen-fortgefahren-wird/story/25059592" target=_blank>Zum Artikel im Internet</A><BR> Sat, 10 Dec 2011 15:28:58 GMT Sat, 21 Jan 2012 22:00:00 GMT http://www.estemb.de/startseite/presse/aid-1021 Badische Zeitung - Interview mit Ansip und Dombrovskis http://www.estemb.de/startseite/presse/aid-1020 <H1 style="MARGIN: auto 0cm"><SPAN style="FONT-SIZE: 12pt; mso-ansi-language: DE" lang=DE><FONT class=lead><FONT class=linkstyle><FONT class=punasuur><FONT class=alampealkiri1>Regierungschefs aus Estland und Lettland sprechen über die Schuldenkrise<?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" /><o:p></o:p></FONT></FONT></FONT></FONT></SPAN></H1> <P style="MARGIN: auto 0cm" class=vorwort><SPAN style="mso-ansi-language: DE" lang=DE><FONT class=alampealkiri2>"Wenn Strafen nötig sind, okay!" Ein Interview mit Andrus Ansip und Valdis Dombrovskis, Ministerpräsidenten von Estland und Lettland, über den Umgang mit der Schuldenkrise. <o:p></o:p></FONT></SPAN></P> <P><SPAN class=ngversal><SPAN style="mso-ansi-language: DE" lang=DE>FREIBURG</SPAN></SPAN><SPAN style="mso-ansi-language: DE" lang=DE>. Wie sollen Regierungen auf Finanzkrisen reagieren? Wie bauen sie Schulden ab und bringen die Wirtschaft in Schwung? Darüber berichten Andrus Ansip und Valdis Dombrovskis im Interview mit Thomas Fricker. Die Ministerpräsidenten Estlands und Lettlands wurden am Wochenende in Freiburg für ihren Umgang mit der Finanzkrise mit dem Friedrich-August-von-Hayek-Preis ausgezeichnet. Weitere Themen des Gesprächs: die aktuelle Schuldenkrise und die Führungsqualität von Bundeskanzlerin Angela Merkel. <o:p></o:p></SPAN></P> <P style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" class=MsoNormal><SPAN style="mso-ansi-language: DE" lang=DE>BZ:</SPAN><SPAN style="mso-ansi-language: DE" lang=DE> Herr Ministerpräsident Ansip, Herr Ministerpräsident Dombrovskis, Estland und Lettland haben in den vergangenen Jahren dramatische Wirtschaftskrisen durchgemacht. Wie kam es dazu?<BR><BR>Dombrovskis: Das war in Estland und Lettland unterschiedlich. Unsere Schwierigkeiten begannen, nachdem wir 2004 in die Europäische Union aufgenommen worden waren. Der Optimismus war groß, die Finanzmärkte boomten, und es floss enorm viel Kapital ins Land. Allerdings wurde das selten in produktive Sektoren investiert. Deshalb wuchs unser Zahlungsbilanzdefizit. Zugleich entstand Inflation. Hinzu kam eine enorme Grundstücksblase. Die Immobilienwerte explodierten – mit dem Ergebnis, dass manche Häuser in der Krise 70 Prozent ihres Wertes verloren. Dann, als die globale Finanzkrise ausbrach, stand plötzlich alles still. Es kam kein Kapital mehr ins Land, die Banken verliehen kein Geld mehr: Die Party war vorbei. Ende 2008 mussten wir den Internationalen Währungsfonds um Hilfe bitten.<o:p></o:p></SPAN></P> <P style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" class=MsoNormal><SPAN style="mso-ansi-language: DE" lang=DE><BR>Ansip: In Estland hatten wir auch einen Immobilienboom, die Zahl der Beschäftigten im Baugewerbe verdoppelte sich zwischen 2005 und 2008. Nach der Lehman-Bankpleite suchten plötzlich 40 000 Bauarbeiter Jobs. Allerdings war Estland – anders als Lettland – gut vorbereitet auf die Krise. Wir hatten Überschüsse erwirtschaftet und Rücklagen gebildet. Das alles reichte jedoch nicht, um die schwierigste Wirtschaftskrise seit der Großen Depression 1930 zu überstehen.<BR><BR>BZ: Was war falsch gelaufen?<BR><BR>Dombrovskis: Übermut, wenn Sie so wollen. Die Regierung hat dabei versagt, die Kapitalströme zu kontrollieren und die Verschuldung zu stoppen. Auch die Steuerpolitik war viel zu lax. Nicht einmal in den Boomjahren hatten wir einen ausgeglichenen Haushalt.<BR><BR>BZ: Die Party, sagen Sie, war zu Ende. Wie reagiert man in diesem Fall als verantwortlicher Politiker?<BR><BR>Ansip: Wie entschlossen uns, sofort zu handeln. Wir waren überzeugt: Schnell zu reagieren ist weniger schmerzhaft, als das Notwendige hinauszuzögern. Also strichen wir die öffentlichen Ausgaben zusammen, machten Strukturreformen, änderten das Arbeitsrecht, das heute zu den liberalsten in Europa zählt. Außerdem wurden die Lebensarbeitszeit verlängert sowie die Steuern und Abgaben erhöht. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Vergangenes Jahr hatten wir wieder einen Haushaltsüberschuss.<BR><BR>BZ: Und die Bürger haben alles brav mitgetragen?<BR><BR>Ansip: Der gesunde Menschenverstand war zum Glück weit verbreitet. Ich bin dankbar, dass unsere Bevölkerung verstanden hat, warum all das notwendig war. In Estland hatten wir weder Demonstrationen noch Streiks. Keine Regierung kann einen weißen Raben aus dem schwarzen Zylinder zaubern.<BR><BR>Dombrovskis: In Lettland haben die Bürger schon protestiert. Aber drei Faktoren haben geholfen. Da war erstens die Einsicht der Bevölkerung. Zweitens haben wir trotz aller Sparmaßnahmen Programme für sozial Schwache entwickelt. Wir haben zum Beispiel die Bezugsdauer von Arbeitslosengeld verlängert, den Mindestlohn angehoben und eine Art Kombilohn eingeführt. Auch der Zugang der Armen zu medizinischer Versorgung wurde erleichtert. Am wichtigsten war aber ein Arbeitsbeschaffungsprogramm. Bis zum Jahresende werden das über 100 000 Leute durchlaufen haben.<BR><BR>BZ: Sie haben also auf soziale Balance geachtet?<BR><BR>Dombrovskis: Ja, genau. Wir haben immer so gespart, dass es jeden getroffen hat. Mein eigenes Gehalt wurde um 20 Prozent gekürzt. Heute verdiene ich weniger als zu der Zeit, als ich Finanzminister war, und das war vor der Mitgliedschaft in der EU!<BR><BR>BZ: Anderswo in Europa kippen die Regierungen reihenweise über ihre Sparprogramme. Sind die Menschen in Osteuropa geduldiger als die im Westen?<BR><BR>Ansip: Na ja, in Lettland gibt es auch schon den dritten Ministerpräsidenten seit Ausbruch der Finanzkrise. . .<BR><BR>Dombrovskis: Mit Blick auf die Stabilität der Regierungen ist der Unterschied zwischen Ost und West tatsächlich nicht so groß. Aber ein Regierungswechsel ist ohnehin erst einmal weder gut noch schlecht. Manchmal ist es für eine neue Regierung allerdings einfacher: Sie ist nicht verantwortlich für die Vergangenheit und kann freier handeln.<BR><BR>BZ: Aber grundsätzlich scheinen ihre Bürger mehr Verständnis fürs Sparen zu haben als – sagen wir – die Griechen?<BR><BR>Ansip: Sehen Sie, in unseren Ländern entstand die Blase in drei Jahren. Anderswo entstand dieselbe Blase über Jahrzehnte hinweg. Als wir sagten, sorry, aber wir müssen mit unserem Lebensstandard wieder eine Stufe zurückgehen, wussten die Menschen, was das für sie bedeutet. Außerdem waren die Einschnitte in Estland nicht so hart wie in Lettland. Aber wenn etwa die Neuverschuldung unseres Nachbarn mitten in der Finanzkrise bei nahezu 20 Prozent des Bruttoinlandsprodukts lag und nächstes Jahr bei weniger als 2,5 Prozent, darf man schon fragen: Wenn das in Lettland möglich war, warum nicht in Griechenland?<BR><BR>BZ: Ist das Krisenmanagement Estlands und Lettlands Vorbild für die aktuelle Schuldenkrise?<BR><BR>Dombrovskis: Ich denke schon. Wir in Lettland haben zum Beispiel bei Ausbruch der Krise sehr intensiv über die Abwertung unserer Währung diskutiert. Das wäre für uns als Nicht-Euro-Land ja eine Möglichkeit gewesen. Aber das hätte uns Stagnation gebracht anstatt Stabilität, Attraktivität für Investoren und Wachstum. Deshalb haben darauf verzichtet. Die Länder der Eurozone haben nicht einmal die theoretische Möglichkeit der Abwertung. Umso dringender ist für sie die Politik der Strukturreformen und Konsolidierung.<BR><BR>Ansip: In Estland halten wir unsere Versprechen, und klar ist: Der Wachstums- und Stabilitätspakt der Euro-Staaten ist ebenfalls ein solches Versprechen, das jedes Mitglied halten muss. Jeder hat die Regeln zu befolgen, die wir uns innerhalb der EU selber gegeben haben.<BR><BR>BZ: Wird das auch für die von Angela Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy angestrebte Fiskalunion gelten?<BR><BR>Ansip: Eine Fiskalunion heißt für Estland, dass die anderen Länder künftig ihr Stabilitätsversprechen halten müssen. Das ist für uns völlig in Ordnung. Wir haben keine Angst vor einem Souveränitätsverlust oder dergleichen. Wenn Strafen nötig sind, okay! Ich bin ein großer Anhänger von Angela Merkel und ihrer Ideen.<BR><BR>BZ: Eine Fiskalunion braucht Zeit, die Europa womöglich nicht hat, weil die Finanzmärkte schlicht keine Staatsanleihen zu erträglichen Zinsen mehr kaufen.<BR><BR>Ansip: Welch andere Optionen haben eigentlich die Investoren? Nehmen Sie Japan mit seiner horrenden Verschuldung, nehmen Sie die USA mit dem ähnlichen Problem. Aber prinzipiell stimmt es natürlich: Wir müssen Vertrauen schaffen, und manche Länder werden zehn, zwanzig Jahre benötigen, um endgültig aus dem Tief zu kommen. Letztlich liegt die Lösung der Krise nicht in den Händen von EU-Gipfeln oder G-20-Treffen. Die Lösung liegt bei den Menschen in Griechenland, dem griechischen Parlament der griechischen Regierung.<BR><BR>BZ: Angenommen, Merkel und Sarkozy können keine strengeren Regeln EU-weit durchsetzen. Würden Sie neue Regeln für die Eurozone akzeptieren, oder könnte das zur Spaltung in Europa führen?<BR><BR>Dombrovskis: Solange auch solche verschärften Regeln für alle gelten, habe ich kein Problem damit. Wir halten am Ziel des Beitritts zur Währungsunion 2014 fest.<BR><BR>BZ: Wie beurteilen Sie das Krisenmanagement speziell der Kanzlerin?<BR><BR>Ansip: Angela Merkel ist eine hervorragende politische Führungsfigur, nicht nur für Deutschland, sondern für die gesamte EU. Im Übrigen gilt: Ich glaube an den Euro. Es war eine ausgezeichnete Idee, ihn einzuführen und daran hat sich nichts geändert.<BR><BR>Dombrovskis: Frau Merkel macht einen guten Job. Man sollte außerdem eines nicht vergessen: Es ist Deutschland, das den größten Teil der Rechnung bezahlt. <o:p></o:p></SPAN></P> <H1 style="MARGIN: auto 0cm"><SPAN style="FONT-SIZE: 12pt; mso-ansi-language: DE" lang=DE><o:p></o:p></SPAN></H1> <H1 style="MARGIN: auto 0cm"><SPAN style="FONT-SIZE: 12pt; mso-ansi-language: DE" lang=DE>Lettland:<o:p></o:p></SPAN></H1> <P style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" class=MsoNormal><SPAN style="mso-ansi-language: DE" lang=DE>EU-Mitglied seit 2004; 2,26 Millionen Einwohner, Bruttoinlandsprodukt:18,1 Milliarden Euro, Pro-Kopf-Einkommen 8093 Euro (Angaben von 2010, Länderinformationen Auswärtiges Amt). Währung: Lats (1 Lats = 0,7 Euro).<BR><BR>Lettland gehörte zu den von der Finanzkrise 2008 am schlimmsten getroffenen Ländern und nahm Hilfen des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Anspruch. Dafür setzte es ein Anpassungsprogramm für Staat und Wirtschaft durch. Unter anderem kam es zu Renten- und Gehaltskürzungen sowie Steuererhöhungen. Das Sanierungsprogramm soll Ende 2011 abgeschlossen sein.<BR style="mso-special-character: line-break"><BR style="mso-special-character: line-break"><o:p></o:p></SPAN></P> <H1 style="MARGIN: auto 0cm"><SPAN style="FONT-SIZE: 12pt; mso-ansi-language: DE" lang=DE>Estland:<o:p></o:p></SPAN></H1> <P style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" class=MsoNormal><SPAN style="mso-ansi-language: DE" lang=DE>Mitglied der EU ebenfalls seit 2004, Mitglied der Europäischen Währungsunion seit Januar 2011; 1,34 Millionen Einwohner, Bruttoinlandsprodukt 14,3 Milliarden Euro, Pro-Kopf-Einkommen 10820 Euro (Angaben von 2010, ebenfalls Auswärtiges Amt).<BR><BR>Nach Jahren des Booms schrumpfte die Wirtschaft in Estland im Jahr 2009 um 14,3 Prozent. Die Arbeitslosigkeit erreichte Anfang 2010 rund 19 Prozent. Für 2011 wird wieder mit einem Wachstum von 6,5 Prozent und sogar mit einem Etatüberschuss gerechnet. Von allen Euro-Ländern hat Estland den niedrigsten Schuldenstand: 6,9 Prozent. &nbsp; <o:p></o:p></SPAN></P> <P style="MARGIN: auto 0cm" class=sonderprint><SPAN style="mso-ansi-language: DE" lang=DE>Autor: BZ (Badische Zeitung)<o:p></o:p></SPAN></P> <P style="MARGIN: auto 0cm" class=sonderprint><SPAN style="mso-ansi-language: DE" lang=DE><o:p>&nbsp;</o:p></SPAN></P> <H1 style="MARGIN: auto 0cm"><SPAN style="FONT-SIZE: 12pt; mso-ansi-language: DE" lang=DE>ZUR PERSON: <o:p></o:p></SPAN></H1> <H1 style="MARGIN: auto 0cm"><SPAN style="FONT-SIZE: 12pt; FONT-WEIGHT: normal; mso-ansi-language: DE; mso-bidi-font-weight: bold" lang=DE>ANDRUS ANSIP<o:p></o:p></SPAN></H1> <P style="MARGIN: 0cm 0cm 12pt" class=MsoNormal><SPAN style="mso-ansi-language: DE" lang=DE>Ministerpräsident Estlands seit März 2005, im Frühjahr zum zweiten Mal wiedergewählt. Der 55-Jährige studierte Chemie und Agrartechnik, arbeitete als Investmentbanker. Seit 2004 Vorsitzender der rechtsliberalen Estnischen Reformpartei.<o:p></o:p></SPAN></P> <P style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" class=MsoNormal><SPAN style="mso-ansi-language: DE" lang=DE>VALDIS DOMBROVSKIS<o:p></o:p></SPAN></P> <P style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" class=MsoNormal><SPAN style="mso-ansi-language: DE" lang=DE><BR>Ministerpräsident Lettlands. Erstmals mit der Regierungsbildung beauftragt im Februar 2009. Die von ihm geführte konservative Partei "Einheit" wurde seitdem zweimal bei Wahlen stärkste Kraft. Der 40-Jährige studierte Physik und Wirtschaftswissenschaft, war Chefökonom der lettischen Staatsbank, Finanzminister und Europaabgeordneter.&nbsp;&nbsp; <BR><BR><BR><o:p><A href="http://www.badische-zeitung.de/nachrichten/deutschland/wenn-strafen-noetig-sind-okay--52796170.html" target=_blank>Zum Artikel im Internet</A></o:p></SPAN></P> Tue, 06 Dec 2011 14:10:13 GMT Sat, 21 Jan 2012 22:00:00 GMT http://www.estemb.de/startseite/presse/aid-1020 Präsident Ilves: Euro-Einführung war "fantastische Idee" http://www.estemb.de/startseite/presse/aid-1019 <P style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto" class=MsoNormal>Wien (APA) - Trotz der gegenwärtigen Euro-Krise hält Estlands Staatspräsident Toomas Hendrik Ilves die Einführung des Euro in seinem Land im schlimmsten Krisenjahr der Gemeinschaftswährung für „eine fantastische Idee“. „Nicht der Euro ist Schuld an der gegenwärtigen Krise, sondern das Verhalten einiger Regierungen“, so Ilves, der mehr finanzpolitische Disziplin forderte, am Rande der „World Policy Conference“ in Wien gegenüber der APA.</P> <P>Einzig Estland und Luxemburg hätten die Regeln der Euro-Zone von weniger als drei Prozent Budgetdefizit und einer Schuldenquote unter sechzig Prozent befolgt, betonte das estnische Staatsoberhaupt. Viele würden die zu schnelle Osterweiterung für die gegenwärtige Krise verantwortlich machen, aber wenn man sich die Finanzdaten anschaue, sehe man, dass diese Länder weit besser dastünden als viele alte Mitgliedsländer, so Ilves. „Das passiert nicht von allein, sondern benötigt viel Arbeit“, erklärte er. Daher sei er sehr froh, dass die Regeln auf dem EU-Gipfel diese Woche verstärkt wurden, so Ilves, der das Krisenmanagement von Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel lobte.</P> <P>Der weitgehenden Alleingang der großen Länder Deutschland und Frankreich störe ihn in diesem spezifischen Fall des Krisenmanagement nicht, auch wenn das kleine Estland generell die Gemeinschaftsmethode bevorzugen würde, wie er erklärte. „Denn sonst landet man bei einem Direktorium, wo die großen Ländern die Entscheidungen fällen, aber in diesem spezifischen Fall sind wir glücklich“, meinte Ilves.</P> <P>Denn Estlands Position sei sehr nahe zu jener Deutschlands gewesen: für finanzpolitische Verantwortung, das Befolgen der Regeln und eine Begrenzung der Schulden. „Frau Merkels Haltung war entschieden und energisch und darüber sind wir froh“, erklärte er. „Ich denke, dass die Mechanismen der Entscheidungsfindung in der EU überarbeitet werden müssen, aber bisher wurde unser Interesse ganz angemessen vertreten durch Frau Merkel“, so Ilves weiter.</P> <P>„Der Euro ist eine fantastische Währung, stark, wundervoll und nicht in Gefahr“, schwärmte Ilves, dessen Land die Gemeinschaftswährung zu Beginn dieses Jahres eingeführt hat. In Estland habe der Euro das Vertrauen der Investoren in das Lands wiederhergestellt und Währungsspekulationen beendet, erklärte er. </P> <P style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" class=MsoNormal><FONT class=alampealkiri2>Tiroler Tageszeitung, Onlineausgabe vom Sonntag, 11.12.2011&nbsp;&nbsp;</FONT></P> <P style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" class=MsoNormal><?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" /><o:p><FONT size=3 face="Times New Roman">&nbsp;<BR><A href="http://www.tt.com/csp/cms/sites/tt/Nachrichten/NachrichtenTicker/3961029-53/estlands-pr%C3%A4sident-ilves-euro-einf%C3%BChrung-war-fantastische-idee.csp" target=_blank>Artikel im Internet</A></FONT></o:p></P> Mon, 12 Dec 2011 11:49:52 GMT Sat, 21 Jan 2012 22:00:00 GMT http://www.estemb.de/startseite/presse/aid-1019 Botschafter Laanemäe zu Gast in Velten http://www.estemb.de/startseite/presse/aid-1008 <H1 style="MARGIN: auto 0cm"><SPAN style="FONT-SIZE: 12pt; FONT-WEIGHT: normal; mso-bidi-font-weight: bold"><FONT class=alampealkiri2>Ein Herz für die Keramik<BR><BR>Kachelproduzent aus Estland zu Besuch in Veltener Ofenfabrik<?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" /><o:p></o:p></FONT></SPAN></H1> <P style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" class=hermesblock>Märkische Allgemeine, 25.11.2011</P> <P style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" class=hermesblock>von Marion Bergsdorf<o:p></o:p></P> <P style="MARGIN: auto 0cm" class=hermesblock><A name=1></A><SPAN class=hermesspitzmarke>VELTEN -</SPAN> Sie kennen sich seit 14 Jahren. Auf einer Deutschlandrundreise im Jahre 1997 hatte der Chemieingenieur und Kachelproduzent Taivo Kersna aus Estland verschiedene Betriebe besichtigt. In Velten fand er das, was er suchte. Hier werden die historischen Ofenkachelmuster hergestellt, gibt es die traditionellen Maschinen und Arbeitsgänge. Und dann noch das Museum dazu, das die historische Entwicklung dokumentiert. Taivo Kersna bezeichnet den Veltener Standort als Kompetenzzentrum und „Paradiesgarten“. Nicole Seydewitz, die Museumsleiterin, und Rolf Schmidt, Chef der gleichnamigen Ofenfabrik, lachen und geben ihrem estnischen Gast Recht.<o:p></o:p></P> <P style="MARGIN: auto 0cm" class=hermesblock>So etwas möchte Taivo Kersna (51) auch in der Kleinstadt Vöru, 250 Kilometer von Tallin gelegen, installieren. Kersna betreibt dort mit Öfen und Technik aus Velten eine Kachelproduktion. In seinem Haus könnten sich Ofensetzer über historische Kachelmuster informieren.<o:p></o:p></P> <P style="MARGIN: auto 0cm" class=hermesblock>Denn es gibt Veltener Spuren in Estland, die bis um 1900 zurückreichen. Kachelöfen aus Velten seien in vielen Herrschaftshäusern zu finden. Taivo Kersna, der laut Rolf Schmidt „ein Herz für die Keramik“ hat, will die Öfen aufspüren, um dieses Kulturgut zu erhalten. Rolf Schmidt und Nicole Seydewitz unterstützen Taivo Kersna dabei und wollen damit die deutsch-estnische Zusammenarbeit vertiefen. Schmidt will auch die Baukeramik in Vöru etablieren. Er bietet nicht nur Fachwissen an, sondern profitiert auch vom „Blick von außen“, den Taivo hat. Dieser gab ihm gute Tipps für den Brennvorgang.<o:p></o:p></P> <P style="MARGIN: auto 0cm" class=hermesblock>Unterstützung für den deutsch-estnischen Austausch gibt es vom Botschafter Estlands. Am Mittwoch waren Seydewitz, Schmidt und Kersna zu einem Gespräch in die Botschaft nach Berlin eingeladen. Für 2012 bereiten Mittelstandsverband Oberhavel und Rotaryclub einen Besuch in Estland vor. </P> Fri, 25 Nov 2011 12:37:36 GMT Sat, 21 Jan 2012 22:00:00 GMT http://www.estemb.de/startseite/presse/aid-1008 NRZ-Winteraktion http://www.estemb.de/startseite/presse/aid-1007 <H1 style="MARGIN: auto 0cm; BACKGROUND: white"><SPAN style="COLOR: #2b2b2b; FONT-SIZE: 12pt; FONT-WEIGHT: normal; mso-ansi-language: DE; mso-bidi-font-weight: bold" lang=DE><FONT face="Times New Roman">NRZ-Winteraktion<?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" /><o:p></o:p></FONT></SPAN></H1> <H2 style="MARGIN: auto 0cm; BACKGROUND: white"><SPAN style="COLOR: #2b2b2b; FONT-SIZE: 14pt; FONT-WEIGHT: normal; mso-ansi-language: DE; mso-bidi-font-weight: bold" lang=DE><FONT class=alampealkiri2><FONT class=alampealkiri1>Mit der NRZ in den Schnee<o:p></o:p></FONT></FONT></SPAN></H2> <P style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; BACKGROUND: white" class=MsoNormal><SPAN class=publicationdate2><SPAN style="COLOR: #2b2b2b; mso-ansi-language: DE" lang=DE><FONT size=3 face="Times New Roman">23.11.2011</FONT></SPAN></SPAN><SPAN style="COLOR: #2b2b2b; mso-ansi-language: DE" lang=DE><FONT size=3><FONT face="Times New Roman"> <?xml:namespace prefix = v ns = "urn:schemas-microsoft-com:vml" /><v:shapetype id=_x0000_t75 coordsize="21600,21600" o:spt="75" o:preferrelative="t" path="m@4@5l@4@11@9@11@9@5xe" filled="f" stroked="f"><v:stroke joinstyle="miter"></v:stroke><v:formulas><v:f eqn="if lineDrawn pixelLineWidth 0"></v:f><v:f eqn="sum @0 1 0"></v:f><v:f eqn="sum 0 0 @1"></v:f><v:f eqn="prod @2 1 2"></v:f><v:f eqn="prod @3 21600 pixelWidth"></v:f><v:f eqn="prod @3 21600 pixelHeight"></v:f><v:f eqn="sum @0 0 1"></v:f><v:f eqn="prod @6 1 2"></v:f><v:f eqn="prod @7 21600 pixelWidth"></v:f><v:f eqn="sum @8 21600 0"></v:f><v:f eqn="prod @7 21600 pixelHeight"></v:f><v:f eqn="sum @10 21600 0"></v:f></v:formulas><v:path o:extrusionok="f" gradientshapeok="t" o:connecttype="rect"></v:path><o:lock v:ext="edit" aspectratio="t"></o:lock></v:shapetype></FONT></FONT><v:shape style="WIDTH: 0.75pt; HEIGHT: 0.75pt" id=_x0000_i1025 type="#_x0000_t75" alt=""><v:imagedata src="file:///C:DOCUME~1&#13;warfiaLOCALS~1Tempmsohtml1&#1;clip_image001.gif" o:href="http://waz.met.vgwort.de/na/6763dd11b81d4744a16591cb530ed63e"></v:imagedata></v:shape><o:p></o:p></SPAN></P> <P style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; BACKGROUND: white; mso-line-height-alt: 10.5pt" class=MsoNormal><SPAN style="COLOR: #2b2b2b; mso-ansi-language: DE" lang=DE><o:p><FONT size=3 face="Times New Roman">&nbsp;</FONT></o:p></SPAN></P> <P style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; BACKGROUND: white; mso-line-height-alt: 10.5pt" class=MsoNormal><SPAN style="COLOR: #2b2b2b; mso-ansi-language: DE" lang=DE><FONT size=3><FONT class=alampealkiri1><FONT class=alampealkiri2>Tallinn ist eine Reise wert<o:p></o:p></FONT></FONT></FONT></SPAN></P> <P style="MARGIN: auto 0cm 5.25pt; BACKGROUND: white" class=abstract1><SPAN style="COLOR: #2b2b2b; FONT-SIZE: 12pt; FONT-WEIGHT: normal; mso-ansi-language: DE; mso-bidi-font-weight: bold" lang=DE><FONT class=alampealkiri2>Kreis Kleve. Große Winteraktion: Wir verlosen Ski-Urlaub in Kärnten und Estland – unterwegs mit Deutscher Bahn und Ryanair.<o:p></o:p></FONT></SPAN></P> <P style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; BACKGROUND: white" class=MsoNormal><SPAN style="COLOR: #2b2b2b; mso-ansi-language: DE" lang=DE><FONT size=3><FONT face="Times New Roman">Auch wenn sich Eis und Schnee noch dezent zurückhalten: Der Winter steht in den Startlöchern. Schon etwas weiter ist unsere NRZ-Winteraktion. Hier können Sie nur noch bis Samstag mitmachen! Zur Erinnerung: Die NRZ schickt sechs Gewinner für vier Nächte mit der Deutschen Bahn nach Kärnten ins Hochpustertal. Hier wohnen Sie im 4-Sterne-Sporthotel Sillian. Die Dolomiten Residenz Sporthotel Sillian ist traumhaft gelegen, nahe der italienischen Grenze im österreichischen Hochpustertal. Von der Hoteltüre des Vier-Sterne-Hauses sind es nur 100 Meter zur Talstation des hauseigenen Skizentrums. <o:p></o:p></FONT></FONT></SPAN></P> <P style="BACKGROUND: white"><SPAN style="COLOR: #2b2b2b; mso-ansi-language: DE" lang=DE><FONT size=3><FONT face="Times New Roman">Damit die Reise von Anfang an Erholung ist, fahren die Gewinner mit dem hochmodernen ICE in Richtung Alpen. Die Deutsche Bahn mit ihren täglichen Verbindungen ins winterliche Österreich, quasi fast bis zum Lift und günstig (das Europa-Spezial gibt’s ab 39 Euro) bringt unsere Gewinner ohne Stau und Stress, aber mit Bordgastronomie sicher in die Lienzer Dolomiten.<o:p></o:p></FONT></FONT></SPAN></P> <P style="BACKGROUND: white"><SPAN style="COLOR: #2b2b2b; mso-ansi-language: DE" lang=DE><FONT size=3><FONT class=alampealkiri2>Ebenfalls ein Höhepunkt ist das zweite Reiseziel: Mit Ryanair, der irischen Fluggesellschaft, heben zwei Gewinner ab Weeze Richtung Estland ab. In Tallinn wohnen sie im Vier-Sterne-Haus „Nordic Hotel Forum“, fünf Minuten vom mittelalterlichen Stadtzentrum entfernt. Natürlich sind auch hier, im bestens ausgestatteten Stadthotel, Verpflegung und Programm inbegriffen.<o:p></o:p></FONT></FONT></SPAN></P> <P style="BACKGROUND: white"><SPAN style="COLOR: #2b2b2b; mso-ansi-language: DE" lang=DE><FONT size=3><FONT class=alampealkiri2>Noch bis zum&nbsp;Samstag, 26. November, können in den NRZ-LeserServiceläden in Emmerich, Steinstraße 10, und in Rees, Reisebüro, Markt 40, sowie in Kleve, Hagsche Straße 96, in Goch, Hinterm Engel 18 und in der NRZ-Redaktion Kleve, Hagsche Str. 45, Teilnahmekarten für die Klever NRZ-Winteraktion ausgefüllt/angefordert werden. Einsendeschluss ist am Samstag, 26. November. Also, jetzt wird’s Zeit, der Countdown läuft!<o:p></o:p></FONT></FONT></SPAN></P> <P style="BACKGROUND: white"><SPAN style="COLOR: #2b2b2b; mso-ansi-language: DE" lang=DE><FONT size=3><FONT face="Times New Roman">Übrigens: Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. <BR><BR><o:p><IMG title=Tallinn border=0 hspace=10 alt=Tallinn vspace=10 src="http://www.estemb.de/static/files/043/t2_pict1106.jpg"></o:p></FONT></FONT></SPAN></P> Sat, 19 Nov 2011 10:20:56 GMT Sat, 21 Jan 2012 22:00:00 GMT http://www.estemb.de/startseite/presse/aid-1007 Tartu - eine wirklich schöne Rivalin http://www.estemb.de/startseite/presse/aid-1006 <P style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" class=MsoNormal><FONT size=3 face="Times New Roman">Andreas Steidel aus Tartu, </FONT></P> <P style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" class=MsoNormal><FONT size=3 face="Times New Roman">vom 9.11.2011 <BR><EM><BR>Stuttgarter Zeitung</EM></FONT></P> <P style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" class=MsoNormal><?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" /><o:p><FONT size=3 face="Times New Roman">&nbsp;</FONT></o:p></P> <P style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" class=MsoNormal><FONT size=3 face="Times New Roman">Tartu ist eine junge Stadt. Und ziemlich gut aussehend.</FONT></P> <P><FONT size=3><FONT face="Times New Roman">Studenten müssen küssen. Und deshalb knutschen die beiden auch tagein, tagaus vor dem Rathaus. Eng umschlungen, ein Bein abgespreizt, den Regenschirm über dem Haupt, geben sie sich ganz ihrer Liebe hin. Seit 1998 steht die Bronzeskulptur nun dort, modelliert nach einem Foto zweier echter Studenten, die bei einem Wettbewerb ihr Bild eingeschickt hatten. Der Brunnen der küssenden Studenten ist das Wahrzeichen von Tartu. Er ist das heitere Element auf einem Platz, der gesäumt ist von klassizistischen Bauten, kleinen Läden und Straßencafés.<o:p></o:p></FONT></FONT></P> <P><FONT size=3><FONT face="Times New Roman">Tartu ist Estlands zweitgrößte Stadt. Eine richtige Studentenstadt, in Größe und Ambiente ein wenig wie Heidelberg. Von den 100000 Einwohnern sind knapp 20000 an der Universität eingeschrieben. Es ist die älteste Universität des Landes, 1632 gegründet, berühmt für seine Naturwissenschaften und seine Sammlung antiker Kunstskulpturen. 1869 erwachte hier das estnische Nationalbewusstsein bei einem der berühmten Sängerfeste. Tausende sangen für die Freiheit. Blau, Schwarz, Weiß, die Farben der heutigen Nationalflagge, sind die Farben einer Studentenverbindung aus Tartu.<o:p></o:p></FONT></FONT></P> <P><FONT size=3 face="Times New Roman">Kein Wunder, dass man immer mal wieder neidisch ist auf Tallinn. Tartu hat so viel, aber die Hauptstadt das Geld, die Macht und die Touristen. Seit Januar darf sich Tallinn obendrein Europäische Kulturhauptstadt nennen. In einem Auswahlverfahren hatte ihr das Kulturministerium den Vorzug gegeben. Vor Tartu, der Nummer zwei, die ständig um Aufmerksamkeit kämpfen muss.</FONT></P> <P><FONT size=3><FONT face="Times New Roman">Maarja Ojamaa ist eine dieser Kämpferinnen. Die 23-Jährige wird nach ihrem Studium für die Stadt Tartu Marketing machen. Auf die Suche gehen nach den Dingen, die Tartu weiter voranbringen. „Sie müssen einmal im Frühjahr kommen“, sagt sie, „im Frühjahr, wenn die Studententage im Freien stattfinden.“ Während der Studententage ist ganz Tartu eine einzige Partymeile, wird in den Straßen gefeiert und auf den Bühnen Musik gemacht, absurdes Theater inszeniert und allerhand Schabernack getrieben.<o:p></o:p></FONT></FONT></P> <P><FONT size=3><FONT face="Times New Roman">Zum beliebtesten Schabernack gehört der Drahtseilakt über die Bogenbrücke. Sie steht an der Stelle einer im Zweiten Weltkrieg zerstörten Prachtbrücke Katharinas II. Der Nachfolgebau ist ein Betonwerk aus der Sowjetzeit, mit einer knapp einen Meter breiten Bogenkonstruktion, die die Brücke überspannt. An schönen Abenden balancieren Dutzende von Studenten über sie hinüber und legen eine kleine Mutprobe ab.<o:p></o:p></FONT></FONT></P> <P><FONT size=3><FONT face="Times New Roman">Es ist für Ausländer nicht immer einfach, den Darbietungen der Studenten zu folgen. Obwohl alle fast ausnahmslos sehr gut Englisch sprechen, finden die Programme in der Landessprache statt: Ausdruck eines neuen Nationalbewussteins, das die eigene Kultur und Sprache hochhält. „Im Ausland leben?“, fragt Maarja Ojamaa, „nein, das kann ich mir nicht vorstellen. Wir sind nur 1,3 Millionen Menschen in Estland – und ich will hier eine Familie gründen.“<o:p></o:p></FONT></FONT></P> <P><FONT size=3><FONT face="Times New Roman">Angela Olejko ist eine der wenigen Deutschen, die Estnisch lernen. „Nicht einfach“, sagt die 24-Jährige, die mit einem Esten zusammenlebt und noch immer mit den komplizierten Regeln der Grammatik zu kämpfen hat. Ein Jahr lang war sie in Tallinn, bevor sie nach Tartu kam. Sie schätzt die Lebendigkeit der Studentenstadt, und dass man so schnell in der Natur ist. Außerdem sei abends immer etwas los „und alles viel, viel billiger“.<o:p></o:p></FONT></FONT></P> <P><FONT size=3><FONT face="Times New Roman">Man muss allerdings kein Estnisch beherrschen, wenn man das Hauptgebäude der Universität in Tartu besichtigen will. Bis zur Wende zum 20. Jahrhundert war hier Deutsch die Unterrichtssprache. Die Wandgravuren im Studentengefängnis, dem Karzer, sind auf Deutsch verfasst: „Zwei Wochen saß an diesem Tisch der Studiosus Edgar Frisch.“<o:p></o:p></FONT></FONT></P> <P><FONT size=3><FONT face="Times New Roman">Edgar Frisch war vermutlich einer der vielen Baltendeutschen, die in Tartu studierten. Sie waren bis zum Ersten Weltkrieg die von den Russen geduldete Oberschicht des Landes, wurden erst mit der Unabhängigkeit 1919 entmachtet und schließlich 1939 von den Sowjets und Nazis vertrieben. Viele Lehnwörter wie Apteek, Supp oder Trepp zeugen noch heute von ihrem Einfluss. Das „Trepp“ ist auch so eine Studentenkneipe in der historischen Altstadt von Tartu. Gleich neben dem „Crepp“, wo es fantastische Heidelbeerpfannkuchen gibt. Die Altstadt von Tartu ist überschaubar und lässt sich bequem zu Fuß erleben. Vom Rathausplatz sind es nur ein paar Gehminuten auf den Domberg oder zum alten Pulverkeller, zum universitären Hauptgebäude oder zur Bogenbrücke. Als Urlaubsgast sollte man sich allerdings davor hüten, über sie allzu leichtfertig hinwegzubalancieren. Den Geist von Tartu muss man sich langsam erarbeiten. Dafür wird man von der Stadt belohnt, mit ein paar Dingen, die es in der großen, wichtigen Hauptstadt so nicht gibt. Die küssenden Studenten zum Beispiel und das Gefühl, von Estland noch etwas anderes mitbekommen zu haben als immer nur – Tallinn.<BR><BR><o:p><A href="http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.estland-eine-wirklich-schoene-rivalin.13b829e8-1979-463a-97af-29accb9824e2.html" target=_blank>Zum Artikel in der Stuttgarter Zeitung</A><BR><BR><IMG title=Tartu border=0 hspace=10 alt=Tartu vspace=10 src="http://www.estemb.de/static/files/009/t2_tartu_inglisild.jpg"></o:p></FONT></FONT></P> Wed, 09 Nov 2011 10:15:16 GMT Sat, 21 Jan 2012 22:00:00 GMT http://www.estemb.de/startseite/presse/aid-1006 Estnische Spezialitäten auf dem Weihnachtsmarkt am Alexa Berlin http://www.estemb.de/startseite/presse/aid-1004 <DIV><SPAN style="COLOR: rgb(1,1,1); FONT-SIZE: 12px" class=Apple-style-span>Auf dem großen Berliner Weihnachtsmarkt "Wintertraum am Alexa" gibt es einen Stand mit estnischen Spezialitäten. Sie finden den Stand&nbsp;<FONT class=Apple-style-span color=#010101><SPAN style="FONT-SIZE: 12px" class=Apple-style-span>direkt am Riesenrad unter den&nbsp;zwei Elchköpfen.&nbsp;<BR></SPAN></FONT></SPAN><SPAN style="COLOR: rgb(1,1,1); FONT-SIZE: 12px" class=Apple-style-span><BR></SPAN><SPAN style="COLOR: rgb(1,1,1); FONT-SIZE: 12px" class=Apple-style-span>Im &nbsp;wunderschönen estnischen/nordischem Ambiente mit Trachten, Rentierfellen und Elchgeweihen&nbsp;präsentiert die Firma "Viva Estonia" auch in diesem Jahr den estnischen Glühwein,&nbsp;Likör und Marzipan Spezialitäten.<BR><BR></SPAN><SPAN style="COLOR: rgb(1,1,1); FONT-SIZE: 12px" class=Apple-style-span>Weitere Infos wie immer auf der Website&nbsp;<A href="http://www.viva-estonia.de/" target=_blank>www.viva-estonia.de</A>&nbsp;oder bei Facebook unter "Viva Estonia"&nbsp;<BR><BR> <DIV><SPAN style="COLOR: rgb(1,1,1); FONT-SIZE: 12px" class=Apple-style-span>Kontakt:<BR><BR>Florian Holze</SPAN></DIV> <DIV><SPAN style="COLOR: rgb(1,1,1); FONT-SIZE: 12px" class=Apple-style-span></SPAN></DIV> <DIV><SPAN style="COLOR: rgb(1,1,1); FONT-SIZE: 12px" class=Apple-style-span>Viva Estonia</SPAN></DIV> <DIV><SPAN style="COLOR: rgb(1,1,1); FONT-SIZE: 12px" class=Apple-style-span>Leipziger Str. 54</SPAN></DIV> <DIV><SPAN style="COLOR: rgb(1,1,1); FONT-SIZE: 12px" class=Apple-style-span>10117 Berlin</SPAN></DIV> <DIV><SPAN style="COLOR: rgb(1,1,1); FONT-SIZE: 12px" class=Apple-style-span>Tel. 030 505 6 4146</SPAN></DIV> <DIV><SPAN style="COLOR: rgb(1,1,1); FONT-SIZE: 12px" class=Apple-style-span>Handy 0177 787 01 84</SPAN></DIV><BR></SPAN></DIV> <DIV><SPAN style="COLOR: rgb(1,1,1); FONT-SIZE: 12px" class=Apple-style-span><BR><IMG title=Weihnachtskranz border=0 hspace=10 alt=Weihnachtskranz vspace=10 src="http://www.estemb.de/static/files/080/weihnachtskranz.jpg"></SPAN></DIV> Mon, 21 Nov 2011 14:29:40 GMT Thu, 22 Dec 2011 22:00:00 GMT http://www.estemb.de/startseite/presse/aid-1004 Selge heißt "Alles klar" http://www.estemb.de/startseite/presse/aid-1003 <H1 style="MARGIN: auto 0cm; BACKGROUND: white"><SPAN style="FONT-SIZE: 12pt; mso-ansi-language: DE" lang=DE><FONT class=alampealkiri2><FONT class=alampealkiri1>Der Schauspieler Edgar Selge lernte 2010 bei Dreharbeiten das ländliche Leben in Estland schätzen<?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" /><o:p></o:p></FONT></FONT></SPAN></H1> <P style="BACKGROUND: white"><SPAN style="mso-ansi-language: DE" lang=DE><FONT size=3 face="Times New Roman">Drei Monate hat er in <STRONG><SPAN style="FONT-WEIGHT: normal; mso-bidi-font-weight: bold">Estland</SPAN></STRONG> gelebt, an der Westküste. Im </FONT><A href="http://www.poll-derfilm.de/"><FONT color=#0066cc size=3 face="Times New Roman">Film “Poll”</FONT></A><FONT size=3><FONT face="Times New Roman"> von Regisseur Chris Kraus spielte er Ebbo von Siering, einen genialischen Arzt und Hirnforscher mit komplizierter psychischer Struktur. Er machte es den Seinen in der schwierigen Zeit am Vorabend des Ersten Weltkriegs nicht gerade leicht. Doch die Rolle des Gutsbesitzers war ihm wie auf den Leib geschnitten, Edgar Selge ist ein Spezialist für “schräge” Figuren mit schwer durchschaubarem Charakter.<o:p></o:p></FONT></FONT></SPAN></P> <P style="BACKGROUND: white"><SPAN style="mso-ansi-language: DE" lang=DE><FONT size=3><FONT face="Times New Roman">Das zeigt seine ganze umfangreiche Filmografie. Er wurde bekannt durch die populäre Serie “Münchner Polizeiruf”, spielte mit herausragenden Regisseuren wie Helmut Dietl (“Rossini”), Margarethe von Trotta (“Jahrestag”) oder Oskar Roehler (“Suck my Dick”), erhielt den Deutschen Filmpreis,<o:p></o:p></FONT></FONT></SPAN></P> <H2 style="MARGIN: 18pt 0cm auto; BACKGROUND: white"><SPAN style="FONT-WEIGHT: normal; mso-ansi-language: DE; mso-bidi-font-weight: bold" lang=DE><FONT size=4><FONT face="Times New Roman"><STRONG>Herr Selge, Sie haben in Matsu gedreht, einem Ort an der Westküste Estlands, der auf vielen Karten nicht einmal verzeichnet ist. Wie war das?<o:p></o:p></STRONG></FONT></FONT></SPAN></H2> <P style="BACKGROUND: white"><SPAN style="mso-ansi-language: DE" lang=DE><FONT size=3 face="Times New Roman">Ungeheuerlich für jemanden aus einem dichtbesiedelten Land, der plötzlich diesem Leerraum ausgesetzt ist. Ich habe in </FONT><A href="http://www.visitestonia.com/de/kultururlaub-edgar-selge#pop#pop"><FONT color=#0066cc size=3 face="Times New Roman">Pärnu</FONT></A><FONT size=3><FONT face="Times New Roman"> gewohnt. Jeden Tag brachte mich ein Fahrer zum 14-Stunden-Drehtag, etwa 50 Mal bin ich die Strecke gefahren, es kam nur selten ein Auto entgegen. Wenn mein Chauffeur telefonierte, rief er oft “Selge, Selge!” und ich dachte, warum das? Als ich fragte, lachte er. <STRONG><SPAN style="FONT-WEIGHT: normal; mso-bidi-font-weight: bold">“Selge”</SPAN></STRONG> hat im Estnischen die Bedeutung von klar und durchsichtig, also “alles klar”.<o:p></o:p></FONT></FONT></SPAN></P> <H2 style="MARGIN: 18pt 0cm auto; BACKGROUND: white"><SPAN style="FONT-WEIGHT: normal; mso-ansi-language: DE; mso-bidi-font-weight: bold" lang=DE><FONT size=4><FONT face="Times New Roman"><STRONG>Hatten Sie Vorfahren in Estland?<o:p></o:p></STRONG></FONT></FONT></SPAN></H2> <P style="BACKGROUND: white"><SPAN style="mso-ansi-language: DE" lang=DE><FONT size=3 face="Times New Roman">Nein, meine Eltern stammten aus Ostpreußen. Es gab noch Verwandte in Pommern, die wiederum Verwandte in Masuren hatten. In ihren Erzählungen kamen nie Esten vor. Natürlich war ich in Estland auch ein bisschen als Nachfahre einstiger Kolonialherren unterwegs. Erst dort ist mir klargeworden, dass dieses praktische, tatkräftige Volk eigentlich zum ersten Mal frei ist und </FONT><A href="http://www.visitestonia.com/de/uber-estland/kulturerbe"><FONT color=#0066cc size=3 face="Times New Roman">Kultur</FONT></A><FONT size=3 face="Times New Roman"> leben kann. <STRONG><SPAN style="FONT-WEIGHT: normal; mso-bidi-font-weight: bold">Die Tragödie der über Jahrhunderte</SPAN></STRONG> unterdrückten Esten ist mir erst in </FONT><A href="http://www.visitestonia.com/de/kultururlaub-edgar-selge#pop#pop"><FONT color=#0066cc size=3 face="Times New Roman">Tallinn</FONT></A><FONT size=3><FONT face="Times New Roman"> bewusst geworden, wo in der <STRONG><SPAN style="FONT-WEIGHT: normal; mso-bidi-font-weight: bold">Altstadt</SPAN></STRONG> viele junge Leute in historischen Kostümen als Dienstleister herumlaufen, wie Darsteller in einem Shakespeare-Stück.<o:p></o:p></FONT></FONT></SPAN></P> <H2 style="MARGIN: 18pt 0cm auto; BACKGROUND: white"><SPAN style="FONT-WEIGHT: normal; mso-ansi-language: DE; mso-bidi-font-weight: bold" lang=DE><FONT size=4><FONT face="Times New Roman"><STRONG>Es gibt viele deutsche Spuren.<o:p></o:p></STRONG></FONT></FONT></SPAN></H2> <P style="BACKGROUND: white"><SPAN style="mso-ansi-language: DE" lang=DE><FONT size=3 face="Times New Roman">In Pärnu war Thomas Mann zur Sommerfrische. Ich sah deutsche Namen auf Tafeln, in den Antiquariaten deutschsprachige Bücher. Es gibt in diesem <STRONG><SPAN style="FONT-WEIGHT: normal; mso-bidi-font-weight: bold">modernen Land</SPAN></STRONG> keine Vorbehalte gegenüber den Deutschen, nicht mal Skepsis. Das ist in den </FONT><A href="http://www.visitestonia.com/de/uber-estland/estland-karten/karte-von-estland-in-europa"><FONT color=#0066cc size=3 face="Times New Roman">Nachbarländern</FONT></A><FONT size=3><FONT face="Times New Roman"> anders. Der estnische Hauptdarsteller <STRONG><SPAN style="FONT-WEIGHT: normal; mso-bidi-font-weight: bold">Tambet Tuisk</SPAN></STRONG>, der in <STRONG><SPAN style="FONT-WEIGHT: normal; mso-bidi-font-weight: bold">“Poll”</SPAN></STRONG> einen estnischen Anarchisten spielt, nahm mich mit in sein <STRONG><SPAN style="FONT-WEIGHT: normal; mso-bidi-font-weight: bold">Theater NO99</SPAN></STRONG> in Tallinn. Dort werden keine alten Stücke aufgeführt. In Estland gilt Gegenwart und Gegenwärtigkeit. Das wurde mir klar, weil ich gern auf den <STRONG><SPAN style="FONT-WEIGHT: normal; mso-bidi-font-weight: bold">Markt in Pärnu</SPAN></STRONG> ging. Da waren alte <STRONG><SPAN style="FONT-WEIGHT: normal; mso-bidi-font-weight: bold">Bauern</SPAN></STRONG>, die in kleinen Zeitungspapiertüten Mohrrüben und <STRONG><SPAN style="FONT-WEIGHT: normal; mso-bidi-font-weight: bold">Heidelbeeren</SPAN></STRONG> aus ihrem Garten verkauften. Aber es gab auch diese tollen <STRONG><SPAN style="FONT-WEIGHT: normal; mso-bidi-font-weight: bold">Milchprodukte, Quark, Jogurt</SPAN></STRONG>, alles <STRONG><SPAN style="FONT-WEIGHT: normal; mso-bidi-font-weight: bold">frisch</SPAN></STRONG>. Wunderbar.<o:p></o:p></FONT></FONT></SPAN></P> <H2 style="MARGIN: 18pt 0cm auto; BACKGROUND: white"><SPAN style="FONT-WEIGHT: normal; mso-ansi-language: DE; mso-bidi-font-weight: bold" lang=DE><FONT size=4><FONT face="Times New Roman"><STRONG>Aber an Ihrem Drehort Matsu entstand ein Historienfilm, die Geschichte des Untergangs einer deutschbaltischen Gutsbesitzerfamilie 1914. Gehört er zu ihren wichtigen Filmen?<o:p></o:p></STRONG></FONT></FONT></SPAN></H2> <P style="BACKGROUND: white"><SPAN style="mso-ansi-language: DE" lang=DE><FONT size=3><FONT face="Times New Roman">Er gehört zu meinen nachhaltigsten Filmerfahrungen. Allein die tägliche Anfahrt, plötzlich taucht da diese Filmkulisse am <STRONG><SPAN style="FONT-WEIGHT: normal; mso-bidi-font-weight: bold">Horizont</SPAN></STRONG> auf, ein Herrenhaus im Palladio-Stil, wie ein Geisterhaus von Edgar Allan Poe, umgeben von einer Containerstadt. Die Esten hätten die Kulisse am liebsten stehen lassen, das ging nicht aus rechtlichen Gründen. “Poll” ist eine große, romanhafte Erzählung, wie ein Film von Bertolucci.<o:p></o:p></FONT></FONT></SPAN></P> <H2 style="MARGIN: 18pt 0cm auto; BACKGROUND: white"><SPAN style="FONT-WEIGHT: normal; mso-ansi-language: DE; mso-bidi-font-weight: bold" lang=DE><FONT size=4><FONT face="Times New Roman"><STRONG>Haben Sie sich an Ihren freien Tagen auch im Land umgesehen?<o:p></o:p></STRONG></FONT></FONT></SPAN></H2> <P style="BACKGROUND: white"><SPAN style="mso-ansi-language: DE" lang=DE><FONT size=3 face="Times New Roman">Natürlich, diese endlose </FONT><A href="http://www.visitestonia.com/de/estland-entdecken/urlaub-in-der-natur"><FONT color=#0066cc size=3 face="Times New Roman">Natur</FONT></A><FONT size=3><FONT face="Times New Roman">! Da ist ein Land, das einfach da ist, es wirkt unbenutzt, vom Tourismus nicht abgenutzt. <STRONG><SPAN style="FONT-WEIGHT: normal; mso-bidi-font-weight: bold">Waldwanderwege</SPAN></STRONG> sind noch richtige Arbeitswege von Arbeitern, die Torf stechen oder Holz fällen. <STRONG><SPAN style="FONT-WEIGHT: normal; mso-bidi-font-weight: bold">Naturliebhaber</SPAN></STRONG> kommen dort auf ihre Kosten. Man muss sich allerdings aushalten können. Wenn zu viel Einsamkeit da war, habe ich mich nach Berlin gesehnt. Sonst aber habe ich diesen leeren Raum als Kraftfeld erlebt. Das vermisse ich heute.<o:p></o:p></FONT></FONT></SPAN></P> <H2 style="MARGIN: 18pt 0cm auto; BACKGROUND: white"><SPAN style="FONT-WEIGHT: normal; mso-ansi-language: DE; mso-bidi-font-weight: bold" lang=DE><FONT size=4><FONT face="Times New Roman"><STRONG>Würden Sie in Estland Urlaub machen?<o:p></o:p></STRONG></FONT></FONT></SPAN></H2> <P style="BACKGROUND: white"><SPAN style="mso-ansi-language: DE" lang=DE><FONT size=3 face="Times New Roman">Ja, ich will da wieder hin. Aber man braucht Zeit für dieses Land, innere Zeit, um zu sich zu kommen. Meine Frau und meine Kinder haben mich besucht, wir sind in den </FONT><A href="http://www.visitestonia.com/de/kultururlaub-edgar-selge#pop#pop"><FONT color=#0066cc size=3 face="Times New Roman">Lahemaa Nationalpark</FONT></A><FONT size=3><FONT face="Times New Roman"> gefahren. Diese Ruhe, die wunderschönen Naturwege, aber auch das Wissen, dass es dort <STRONG><SPAN style="FONT-WEIGHT: normal; mso-bidi-font-weight: bold">Bären, Wölfe</SPAN></STRONG> und <STRONG><SPAN style="FONT-WEIGHT: normal; mso-bidi-font-weight: bold">Elche</SPAN></STRONG> gibt, die wir nie zu sehen bekamen. Nur viele Mücken! Eines weiß ich: Bräuchte ich Zeit für mich, würde ich nach Estland gehen.<o:p></o:p></FONT></FONT></SPAN></P> <P style="MARGIN: 12pt 0cm auto; BACKGROUND: white" class=deauthor><SPAN style="mso-ansi-language: DE" lang=DE><FONT size=3><FONT face="Times New Roman">Interview: Roland Mischke<o:p></o:p></FONT></FONT></SPAN></P> <P style="MARGIN: 12pt 0cm auto; BACKGROUND: white" class=deauthor><SPAN style="mso-ansi-language: DE" lang=DE><FONT size=3><FONT face="Times New Roman">24.11.2011<o:p></o:p></FONT></FONT></SPAN></P> <P style="MARGIN: 12pt 0cm auto; BACKGROUND: white" class=deauthor><SPAN style="mso-ansi-language: DE" lang=DE><FONT size=3><FONT face="Times New Roman"><A href="http://www.visitestonia.com/de/kultururlaub-edgar-selge" target=_blank>www.visitestonia.com/de</A></FONT></FONT></SPAN></P> Thu, 24 Nov 2011 14:24:36 GMT Thu, 22 Dec 2011 22:00:00 GMT http://www.estemb.de/startseite/presse/aid-1003 Winterreise nach Estland http://www.estemb.de/startseite/presse/aid-1002 <H2 style="MARGIN: auto 0cm"><SPAN style="FONT-SIZE: 12pt"><FONT class=alampealkiri2>Eisangeln, Hundeschlitten-Tour, Schneeschuhsafari: <BR>Die baltische Republik ist zwar nicht mit hohen Bergen gesegnet, aber mit viel glitzerndem Weiß und Fantasie<BR><BR><SPAN style="FONT-SIZE: 12pt"><FONT class=alampealkiri2><FONT class=alampealkiri2 color=#000000>Text von Alexandra Frank<BR></FONT></FONT></SPAN></FONT></SPAN><SPAN style="FONT-SIZE: 11pt; FONT-WEIGHT: normal; mso-bidi-font-weight: bold"><FONT class=alampealkiri2><BR>23.11. 2011<BR><BR><?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" /><o:p><A href="/static/files/061/winter_in_estland1.jpg" target=_blank><IMG title="Winter in Estland" border=0 hspace=10 alt="Winter in Estland" vspace=10 align=right src="http://www.estemb.de/static/files/061/t_winter_in_estland1.jpg"></A></o:p></FONT></SPAN></H2> <P><STRONG>Schneeschuhsafari:<BR><BR></STRONG>Der Täter hat eindeutige Spuren hinterlassen. Rund ums Opfer, ein totes Reh, haben sich seine Pfoten und Krallen in den Schnee geprägt. "Das war ein Luchs", sagt der Tourenführer Bert Rähni, der mit mir auf Schneeschuhen durch den Wald stapft. Wir sind schon früh am Morgen hinausgefahren, haben die mit Pulverschnee bedeckte Hauptstadt Tallinn hinter uns gelassen und sind in eine Landschaft eingetaucht, die sich im Winter mit den estnischen Nationalfarben Blau-Schwarz-Weiß schmückt: ein wolkenloser Himmel und dunkle Bäume voller glitzerndem Schnee. Im Linnuraba, einem etwa 34 Quadratkilometer großen Naturschutzgebiet rund eine Autostunde südlich von Tallinn, beginnt unsere Schneeschuhsafari. Im Winter lässt sich besonders gut beobachten, welche Tiere hier leben: Wildschweine, Elche, Rehe, Wölfe, Rotwild, Flughörnchen, Schneehasen, Luchse und schlafende Bären - keiner streift spurlos durch den Wald oder übers Hochmoor. Die meisten Fährten hätte ich ohne Führer allerdings übersehen: winzige Abdrücke von Haselhühnern, die wie die Löcher wirken, die Tautropfen im Schnee hinterlassen; eine breite Schleifspur von Wildschweinen, die mit ihren kurzen Beinen und einem Gewicht von rund 150 Kilogramm tief im Schnee versinken und mit dem Bauch alle Spuren ihrer Spalthufe verwischen; eine schnurgerade Linie entpuppt sich als Fährte eines Fuchses, der beim Laufen einen Fuß hinter dem anderen aufsetzt. <BR><BR>Während wir über das Hochmoor stapfen, erzählt Bert von balzenden Birkhühnern und heulenden Wölfen. Nahe am Waldrand kreuzen kuchentellergroße, tief eingesunkene Spuren unseren Weg, die sogar ich dechiffrieren kann. "Ein Elch?", frage ich. Bert nickt. (Bert Rähni, Tel. 00372-513 71 41 oder 00372-55 55 87 55, <A href="http://www.360.ee/">www.360.ee</A>; individuelle Halbtagestour inklusive Verpflegung und Transfer ab Tallin 284 Euro, Gruppentouren 30 Euro pro Person.) </P> <P><STRONG>Tretschlittenfahrt/Eisangeln:<BR><BR></STRONG>Auf der Fahrt in den Nationalpark Soomaa im Südwesten Estlands sehe ich Menschen, die auf Tretschlitten von Dorf zu Dorf ziehen. Bei Aivar Ruukel, einem Outdoor-Anbieter im Nationalpark, kann ich sie ausprobieren. Der Schlitten hat ein Gestell in Metallicblau, Plastikkufen und einen gebogenen Lenker. Ich stelle den linken Fuß auf eine Kufe, stoße mich ab und gleite hinter Aivar her, vorbei an gelben Holzhäuschen. Am Ufer eines schneebedeckten Flusses wartet Aivars Vater Ain - mit einer Angel und etwas, das aussieht wie ein überdimensionaler Korkenzieher: ein Eisbohrer. Knirschend schraubt er sich durchs Eis, bis gelbliches Wasser hervorgluckert. Hechte, Flussbarsche und Rotfedern sollen sich hier tummeln. Ich warte, angle, warte. Kein Fang gelingt, hungern muss ich aber nicht. In dem Blockhaus, in dem ich die Nacht verbringe, wurde bereits aufgetischt und der Kamin angefeuert. (Aivar Ruukel bietet diverse Wintersport-Touren an: Tel. 00372-506 18 96, <A href="http://www.soomaa.com/" target=_blank>www.soomaa.com</A> ; Tagestrip ab 2 Personen ab 50 Euro. Riisa Rantso vermietet Blockhäuschen mit Sauna, auf Wunsch mit Verpflegung: Tel. 00372-56 69 42 70, <A href="http://www.riisarantso.ee/" target=_blank>www.riisarantso.ee</A> ; ab 39 Euro.)</P> <P><STRONG><A href="/static/files/008/winter_in_estland2.jpg" target=_blank><IMG title="Winter in Estland" border=0 hspace=10 alt="Winter in Estland" vspace=10 align=right src="http://www.estemb.de/static/files/008/t_winter_in_estland2.jpg"></A><BR>Snowtubing:<BR><BR></STRONG>Im Süden liegt Otepää, eine von 2190 Menschen bewohnte Stadt, die die Esten "Winterhauptstadt" nennen. Immerhin: Es gibt mehr als ein Dutzend Hotels, Cafés und Skiverleiher. Und die "Schweiz des Baltikums" ist das sicherste Schneegebiet der Region. Berge, die gerade mal 300 Meter erreichen, sind zwar kein Paradies für Alpinisten, machen aber Langläufer glücklich. Von einem Hügel im Stadtzentrum schallt Kreischen herüber: Kinder sausen auf Reifen einen Hügel runter. Snowtubing funktioniert wie Rodeln – mit dem Unterschied, dass der Reifen sich um die eigene Achse dreht, während er rasant den Hügel abwärts rutscht. Ich hocke mich in das Loch in der Mitte und lasse meine Arme und Beine baumeln. Das Gefährt kreiselt, rückwärts fliege ich über einen Huppel. Unten angekommen, will ich nur noch eins: Noch mal! (Übernachten: etwa in den Apartments des GMP Clubhotels, Tennisevälja 1, Tel. 00372-501 05 04, <A href="http://www.clubhotel.ee/" target=_blank>www.clubhotel.ee</A> ; ab 115 Euro.) <BR><BR><STRONG>Hundeschlitten-Tour:<BR><BR></STRONG>In Haanjamaa bekomme ich Gesellschaft von Bomse und Daron, zwei Schlittenhunden. Zusammen erkunden wir die Gegend rund um den höchsten Berg des Landes, den 318 Meter hohen Suur Munamägi. Kaum lockere ich die Leinen, rasen die beiden los. Wind pfeift mir um die Ohren, die Landschaft fliegt vorbei. Gerade denke ich, dass das die beste Winteraktivität bislang ist, da höre ich ein Bellen, das von einem Hof herüberdringt. Bomse und Daron machen mitten im Lauf eine scharfe Rechtskurve. Der Schlitten kommt ins Schleudern, und ich lande weich in einem Schneehaufen. Schwanzwedelnd kommen die beiden vom Besuch beim Hofhund zurück. Und ich mache es wie ein Reiter, der vom Pferd gefallen ist: Gleich wieder rauf, und weiter geht's. (Skylinedog, Tel. mobil 00372-523 38 48 ; Anfrage auf Englisch per E-Mail: pille.saarnits@gmail.com ; Hundeschlittenfahrt ab 10 Euro.) <o:p></o:p></P> <P><STRONG>Rauchsauna:<BR><BR></STRONG>Im Bauernhof bei Mooska in der Nähe des Suur Munamägi findet ein Saunaseminar statt. Das klingt ernster, als es ist, und heißt einfach: ausziehen, hinsetzen, schwitzen. Sechs Stunden wird die traditionelle Rauchsauna vorgeheizt; weil sie keinen Kamin hat, bleibt der Rauch drinnen. Dann wird die Tür geöffnet, der Rauch verschwindet, und die Saunagänger treten ein, in diesem Fall die Saunabetreiberin und ich. Sie klärt mich auf: Wer sich mit Birkenzweigen auf Rücken und Schenkel schlägt, fördert die Durchblutung, Schläge mit Lindenzweigen stärken das Immunsystem, und Wacholderzweige - aua - öffnen die Poren. Dann reicht sie mir Seesalz fürs Peeling und Honig, der die Haut samtig macht, und schüttet literweise Wasser auf den Ofen, bis ich es nicht mehr aushalte. Klatschnass flüchte ich nach draußen, greife mir eine Handvoll Schnee und reibe mich damit ab. (Tel. 00372-503 23 41, <A href="http://www.mooska.eu/" target=_blank>www.mooska.eu</A> ; Übernachten: im Ferienhaus Vällamäe im Dorf Simula, Tel. 00372-522 67 78, vallamaetalu@gmail.com ; DZ ab 60 Euro inkl. Sauna.) <BR><BR><BR><BR><STRONG>Anreise:<BR></STRONG>Mit Lufthansa, Estonian Air oder Ryanair nach Tallinn. <BR>Weitere Infos: <A href="http://www.visitestonia.com/de" target=_blank>www.visitestonia.com/de</A> ; <BR>Inlandsverbindungen: <A href="http://www.bussireisid.ee/" target=_blank>www.bussireisid.ee</A> und <A href="http://www.edel.ee/" target=_blank>www.edel.ee</A> <o:p></o:p></P> <P style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" class=MsoNormal>Artikel im Internet:<BR><A href="http://www.geo.de/GEO/reisen/europa/70259.html" target=_blank>www.geo.de</A><BR><BR><IMG title="Winter in Estland" border=0 hspace=10 alt="Winter in Estland" vspace=10 src="http://www.estemb.de/static/files/086/t2_winter_in_estland.jpg"><BR><BR></P> Thu, 24 Nov 2011 10:18:29 GMT Thu, 22 Dec 2011 22:00:00 GMT http://www.estemb.de/startseite/presse/aid-1002