Deutsch
Eesti English
Informationen und Presse »

Welt Online: Video - Estland führt den Euro ein und erste gefälschte Euro-Scheine in Estland

05.01.2011

Estland
Video

Bargeld

Erste gefälschte Euro-Scheine in Estland

www.welt.de, 05.01.2011

Erst seit Jahreswechsel hat der Balten-Staat den Euro. Schon tauchen die ersten Fälschungen von 50- und 20-Euro-Banknoten auf.

Estland hat den Euro – und nun auch die ersten Fälschungen. Kriminelle machten sich laut Medienberichten die Unvertrautheit der Esten mit der neuen Währung zunutze und brachten nach deren Einführung zum 1. Januar die ersten gefälschten Scheine in Umlauf.

In Tallinn, der Hauptstadt des baltischen Landes, seien demnach falsche 20-Euro-Scheine aufgetaucht, anderswo gerieten falsche „Fuffziger“ in Umlauf.

Die Fünfzig-Euro-Scheine sind die häufigsten Blüten in der Eurozone. Ihr Anteil lag im ersten Halbjahr 2010 nach Angaben der Europäischen Zentralbank bei fast 43 Prozent, in Deutschland sogar bei zwei Dritteln. Insgesamt tauchten in dem Zeitraum in den 16 – mit Estland sind es un 17 – Euroländern 387.000 gefälschte Banknoten auf.

Ungewöhnliche Vorkehrungen traf die städtische Sozialbehörde in Tallinn: Sie bereitet warme Mahlzeiten für ärmere Esten vor, die sich während der ersten Woche mit der neuen Währung verkalkuliert und ihr Lebensmittelbudget bereits ausgeschöpft haben.

Zuvor hatte die EU-Kommission die reibungslose Einführung des Euro in Estland gelobt. „Es gab keine größeren Probleme“, sagte die Sprecherin von Kommissions-Vizepräsident Joaquín Almunia. Experten lobten erneut die solide Haushaltspolitik des Landes und erwarten keine Belastung für die Eurozone.

Laut einer Umfrage der Kommission seien am Sonntagabend bereits 26 Prozent der Zahlungen in Estland in Euro erfolgt, sagte die Sprecherin. Der kleine baltische Staat hatte zum 1. Januar als 17. EU-Land den Euro eingeführt. Zu Befürchtungen in der Bevölkerung über einen möglichen Preisanstieg im Zuge der Währungsumstellung sagte die Sprecherin, die meisten Geschäfte in Estland hätten sich zu einer fairen Umrechnung verpflichtet. Auch bei Umstellungen auf den Euro in anderen Ländern seien die Preisanstiege „extrem gering“ gewesen

dpa/dma

TopBack

© Botschaft der Republik Estland in Berlin Hildebrandstraße 5, 10785 Berlin, Tel. (49) 30 254 606 02, E-Mail: Embassy.Berlin@mfa.ee