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Ein Stück von Urmas Lennuk auf dem F.I.N.D.-Festival in Berlin

10.03.2011 - 12.03.2011

F.I.N.D. 2011

Sieben europäische Dramatiker haben für die Schaubühne kurze Theatertexte geschrieben– die sich alle in einem Auto abspielen werden. Der Zuschauer wandert von Auto zu Auto und wird auf dem Rücksitz Zeuge von Geständnissen und Bekenntnissen der verschiedensten Art.
EIN EINMALIGES ERLEBNIS!


Das Festival Internationale Neue Dramatik zeigt sich vom 3. bis 13. März 2011 als großes, internationales Gastspielfestival. Zehn Tage lang heißt die Schaubühne renommierte Theatermacher aus aller Welt willkommen, die ihre neuen Arbeiten in Form von Gastspielen, Uraufführungen, Workshoppräsentationen und einem exklusiven Autorenprojekt präsentieren. Seit Jahren ist die Schaubühne international präsent, durch Gastspiele in Theatern und Festivals auf der ganzen Welt, Theater-Partnerschaften und als Gründungsmitglied des europäischen Theaternetzwerks Prospero. Während F.I.N.D. 2011 lädt die Schaubühne die vielen herausragenden Künstler und Theater, die ihr verbunden und wichtig sind, ein, ihre neuen Arbeiten dem Berliner Publikum vorzustellen: 10 Tage, 21 neue Stücke und Inszenierungen aus Kanada, Russland, Frankreich, Spanien, Israel und Finnland.

 »Confessions«

Autorenprojekt | Privatstraße vor der Schaubühne 
Regie: Jan-Christoph Gockel
in deutscher Sprache

von Lluïsa Cunillé (Spanien), Enes Halilović (Serbien), Urmas Lennuk (Estland), Aleksa Okanović (Dänemark), Kristian Smeds (Finnland), Jack Thorne (England) und Maria Tryti Vennerød (Norwegen)

Regie: Jan-Christoph Gockel; Bühne: Gabriele Vöhringer; Kostüme: Teresa Grosser; Dramaturgie: Maja Zade
Mit dem Ensemble der Schaubühne

Sieben Autos, sieben confessions. Beichten im Sinne der »Confessiones« können sowohl Schuldgeständnisse wie auch Glaubensbekenntnisse sein. Es können Berichte über die Abwesenheit von Glauben an welchen Gott auch immer sein oder Reden über individuelles Sündersein oder die Sünden der Menschheit. Das Autorenprojekt »Confessions« spielt mit dieser Mehrdeutigkeit. Es geht dem Menschen in seiner Lust zur Selbstpreisgabe und dem Drang zum Exhibitionismus auf den Grund. Der Text ist ein Selbstenthüllungsakt, sei es vor Gott, wo durch die Beichte noch Erlösung versprochen wird, sei es vor einer Internetgemeinde, Mitfahrern im Auto, Passanten oder Unfallopfern vor dem Auto.

Sieben europäische Dramatiker schreiben für die Schaubühne kurze Theatertexte – die sich alle in einem Auto abspielen werden. Der Zuschauer wandert von Auto zu Auto und wird auf dem Rücksitz Zeuge von Geständnissen und Bekenntnissen der verschiedensten Art.

Lluïsa Cunillé, *1961 in Badalona, schreibt auf Spanisch und Katalanisch. Häufige Zusammenarbeit mit dem Teatre Lliure. Sie erhielt 2010 den Nationalen Preis für Dramatische Literatur vom Spanischen Kulturministerium.

Enes Halilović, *1977 in Novi Pazar/Serbien, studierte Recht und Wirtschaft. Er veröffentlichte bereits Theaterstücke und Drehbücher sowie Gedichte und Prosa.

Urmas Lennuk, *1971, studierte Regie in Tallinn. Er arbeitet als Regisseur und Autor von Theaterstücken und Fernsehdrehbüchern sowie als Dramaturg und Dozent.

Aleksa Okanovic, *1973 in Belgrad, studierte Dramatik am Aarhus Theatre und schreibt für Theater und Radio. Sein Stück »Diamond/Dust/Shoes« wurde mit dem Reumert-Talent-Preis ausgezeichnet und beim F.I.N.D. 7 an der Schaubühne vorgestellt.

Kristian Smeds, *1970, Autor und Theaterregisseur, arbeitete in Finnland, Estland, Belgien und Litauen und leitet seine eigene Compagnie, das »Smeds Ensemble«. Ausgezeichnet mit dem XII. Europäischen Theaterpreis für Neue Realitäten als erster Skandinavier.

Jack Thorne, *1978 in Bristol, arbeitet als Drehbuch- und Theaterautor für Radio, Theater und Film. Besonders bekannt ist er v.a. für die Drehbücher der Fernsehserien »Skins«, »Cast-offs« und »This is England 86«. 2009 gewann er den BEST BRITISH NEWCOMER Award beim 53. Londoner Film Festival.

Maria Tryti Vennerød, *1978 in Norwegen. Ihr erstes Stück »MORE« wurde beim Norwegian Drama Festival 2002 aufgeführt. 2005 bekam sie den Ibsen Award für ihr Stück »THE LADY AT THE COUNTER«.

Jan-Christoph Gockel, *1982, studierte Theater-, Film und Medienwissenschaft in Frankfurt sowie Regie an der HfS »Ernst Busch« in Berlin. An der Schaubühne inszenierte er 2007/2008 die halbjährige Uraufführungswerkstatt »Deutschlandsaga« und 2009 seine Diplominszenierung »Die Wissenden« von Nina Ender.

Eine Produktion der Schaubühne am Lehniner Platz mit freundlicher Unterstützung von EUNIC Berlin, des Instituto Cervantes, der Botschaft von Finnland, des Finnland-Instituts in Deutschland, des British Council, der Königlich Dänischen Botschaft, der Botschaft von Estland, der Königlich Norwegischen Botschaft und der Botschaft der Republik Serbien.

Weitere Informationen und Tickets:
Schaubuehne

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