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Ausstellung von Andro Kööp in Berlin

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08.02.2017

Am 8. Februar um 18 Uhr wird in der Meisterschüler Galerie & Bar, Friedrichstraße 105b, 10117 Berlin, die Personalausstellung „You must marry me!“ des estnischen Künstlers Andro Kööp (geb. 1967) eröffnet.
 
Andro Kööp nahm seine Ausstellungstätigkeit in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre auf. Anfänglich widmete er sich hauptsächlich der Mode- und angewandten Kunst, in den letzten 20 Jahren war er vor allem als Innendesigner tätig, wobei er durch sein Schaffen auf dem Gebiet der bildenden Kunst bereits recht früh alle Blicke auf sich zog.
 
Andro Kööp ist der Gründer des Verbandes der estnischen Designer und der künstlerischen Gruppierung Neoeksprepost (1988). Seine Ausstellung „You must marry me!“ präsentiert acht glamouröse Ölgemälde der Post-Pop-Art, die Elizabeth Taylor (1932-2011), eine der ganz großen Hollywood-Ikonen des 20. Jahrhunderts auf den Titelseiten der Filmzeitschriften aus aller Welt zeigen. Jedoch interessiert sich fast keine Titelseite für ihr Schaffen, für ihre Filmrollen. Alle Titelseiten befassen sich mehr oder weniger höflich oder gar offensiv mit ihrem Privatleben und ihren Liebesaffären.
 
Alle Gemälde sind mithilfe der Kontrast- und Farbkorrekturen umgewandelt worden. Die Abbildungen werden aufgehellt oder abgedunkelt bis hin zum völligen Verschwinden. Mit dieser Abwandlung stellt der Künstler die Distanz dar, die mit der Entstehung eines Gegenstandes oder einer Erscheinung entsteht und danach zunehmen wird. Diese Distanz, die den Gegenstand oder die Erscheinung entweder verschwinden lässt oder dazu beiträgt, ihren Wert, ihre Einflüsse oder Hintergründe für uns zu verdeutlichen.
 
Die Ausstellung ist eine Hommage an Taylor als Schauspielerin. Laut Kööp interessiert er sich für die Willkür der von den Medien geschaffenen Vorstellungen und für die Medien-Berühmtheit als einen schnell vorübergehenden Zustand. Man sagt, dass eine gut aufgebaute Legende lange leben würde. Aber wie lange denn wirklich?
 
Die Ausstellung ist täglich ab 13 Uhr bis Mitternacht geöffnet. Die Ausstellung ist bis zum 31. März 2017 zu sehen.

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